Wie weit der relativ späte Wintereinbruch sich auswirkt, geht aus den Zahlen weniger hervor, denn die beziehen sich auf einen Stichtag Mitte des jeweiligen Monats. "Männer, auf die rund zwei Drittel der Arbeitslosmeldungen im Januar entfallen, bilden den Großteil der Beschäftigten in Außenberufen im Bau- und Baunebengewerbe, in der Land- und Fortwirtschaft sowie dem Garten- und Landschaftsbau, sagt Harald Büge, Operativ-Geschäftsführer der Agentur. Weitere Gründe für den Zuwachs an Arbeitslosen im Nienburger Agenturbezirk sieht Büge im Abschluss der Berufsausbildungen im Januar und im Quartals- bzw. Jahresende, zu denen erfahrungsgemäß viele befristete Arbeitsverträge enden.
Doch der Geschäftsführer bleibt zuversichtlich: Dem Arbeitgeberservice wurden im Januar 425 neue Stellenangebote gemeldet. Das ist gegenüber Dezember ein leichter Zuwachs von 2,2 Prozent. Die meisten neuen Arbeitsstellen im Nienburger Agenturbezirk wurden im Januar für Zeitarbeit (132), Gesundheit /Sozialwesen (64) gemeldet. 84 Prozent suchen Fachkräfte, 16 Prozent ungelernte Helfer. 92 der neuen Stellen sind sozialversicherungspflichtig. 70,6 sahen ein unbefristetes befristetes Arbeitsverhältnis vor.
Werden zusätzlich zu den Arbeitslosen solche Personen hinzugerechnet, die nicht als arbeitslos gelten, aber im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden, beträgt die sogenannte Unterbeschäftigung im Januar 11452 Personen. Bei den für die steuerfinanzierte Grundsicherung (ALG II) zuständigen Jobcentern stieg die Arbeitslosenzahl um 5,3 Prozent gegenüber dem Vormonat auf 5171, zum Vorjahresjanuar sank sie um 4,2 Prozent.
Bei der beitragsfinanzierten Arbeitslosigkeit (ALG I) stieg die Zahl der Betroffenen zum Vormonat um 22 Prozent, sank aber um 11,9 Prozent zum Januar 2011. Der Südkreis Nienburg hat im Agenturbezirk weiterhin die besten Zahlen. 1146 Arbeitslose (+136 oder 13,5 Prozent) gegenüber Dezember, minus 18,6 Prozent gegenüber Vorjahresjanuar. Die Quote: 5,2 Prozent.

















