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09.08.2010
MINDENER FREISCHIESSEN 2010
"Aus Tradition und weil es so schön ist"
Parademarsch auf Simeonsplatz / Über 1200 Teilnehmer/ Auszeichnungen beim Ratsempfang / Blumen für Marschierer

Minden (mt). Parade am Morgen, Ratsempfang am Nachmittag, feiernde Menschen auf den Straßen und strahlende Könige mit funkelnden Kronen: Der Freischießen-Samstag glänzte durch ein abwechslungsreiches Programm.

"Wir schauen uns das Freischießen alle zwei Jahre an und wollen Bekannte und unseren Sohn begrüßen. Der marschiert mit", sagte Günter Windheim. Ganz klar: Die schwarzen Zylinder haben in Minden Tradition. Hunderte von Menschen bewunderten den Aufmarsch auf dem Simeonsplatz. Auch Elke Kreft und Marlies Selle zog es bei sonnigem Wetter in die Stadt: "Aus Tradition und weil es so schön ist." Als die Musikzüge sich in Bewegung setzten, war es soweit. Der erste König Kevin Mohrhoff und der zweite König Jörgen Happel zeigten sich mit ihren Kronen. "Sie wurde immer schwerer, vor allem war meine viel zu groß und die rutschte mir immer über die Ohren", schmunzelte Happel.

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Nach einem Rundgang über den Platz zogen die Kompanien, Musiker, Pioniere und Reiter durch die Innenstadt. Immer wieder bekamen die Marschierer Blumen von den Zuschauern überreicht.

Würdevoll ging es beim Ratsempfang zu: Kurz nachdem Bürgermeister Michael Buhre Stadtmajor Klaus Piepenbrink, Vertreter der Bürgerkompanien und weitere Gäste im Sitzungssaal des Rathauses begrüßt hatte, wurde er eben dort ausgezeichnet. Für ihre besonderen Verdienste um das Bürgerbataillon wurden der Befehlshaber der Mindener Pioniere, Oberst Wolfgang Pirner, der stellvertretende Leiter des Preußen-Museums, Carsten Reuß, und Hans-Dieter Buhse, Letelner Gemeindemajor, vom Stadtmajor mit dem Orden bedacht. Mit einem Eintrag ins Ehrenbuch des Bataillons wurden Ehrenfeldwebel Erwin Stuhlert und Ehrenvizefeldwebel Klaus Holthaus ausgezeichnet. König Jörgen Happel besuchte im Anschluss die älteste Bürgerin der Stadt. Stolze 107 Jahre ist Frieda Rabe alt, geboren wurde sie 1903 in der Pfalz, in Oggersheim. Nach der Volksschule machte sie eine Ausbildung zur Krankenpflegerin. Ihrem Mann folgte sie nach dem Zweiten Weltkrieg nach Minden. Rabe braucht zwar Unterstützung, lebt aber in ihrer eigenen Wohnung.

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Dokumenten Information
Copyright © Mindener Tageblatt 2012
Dokument erstellt am 08.08.2010 um 21:15:37 Uhr
Letzte Änderung am 09.08.2010 um 02:19:15 Uhr

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