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30.11.2012
Weihnachtsschmuck für Multikulti-Baum in Mindener Bürgerhalle
Mosaik-Grundschüler behängen Nordmann-Tanne

Lea und Shilan (von links) halfen, den Baum in der Bürgerhalle zu schmücken. | MT-Foto: Wiesel

Minden (mw). Christkind und Weihnachtsengel waren einmal: In diesem Jahr zieren Zwiebeltürme, Monde und Sterne den Baum in der Bürgerhalle - eine Idee, die in der Kunst-AG der Mosaik-Grundschule entstanden ist.

"Wir haben bei uns viele Schüler muslimischen Glaubens. Deshalb haben wir im Bastelkatalog nach etwas gesucht, mit dem alle etwas anfangen können", erklärt Jana Kruse, die die AG leitet.

Wie in jedem Jahr hatte Bürgermeister Michael Buhre Grundschüler dazu aufgerufen, den Weihnachtsbaum in der Bürgerhalle mit Selbstgebasteltem zu schmücken. In diesem Jahr richtete er die Einladung an die Schüler der Mosaikgrundschule.

"Wir haben seit Anfang November mit den Kindern der 4a und in der Kunst-AG gebastelt", erzählt Jana Kruse. Gestern kamen die Schüler in die Bürgerhalle und hängten den Baumschmuck an die Fünf- Meter-Tanne, die eine Mindenerin aus dem eigenen Garten gespendet hatte.

Als Dank überreichte Harald Steinmetz, stellvertretender Bürgermeister, den Schülern Schokonikoläuse und 50 Euro für die Klassenkasse.

Dokumenten Information
Copyright © Mindener Tageblatt 2013
Dokument erstellt am 29.11.2012 um 23:12:15 Uhr
Letzte Änderung am 30.11.2012 um 00:07:37 Uhr

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Kommentare
@Gina03

Mir ist schon klar, dass es Extremisten gibt und das von denen eine Gefährdung ausgeht. Allerdings überbewerte ich diese Sache nicht.

Meine Meinung beruht auf Erfahrungen und Gesprächen. Vom Islam selbst fühle ich mich nicht bedroht. Auch nicht durch meinen muslimischen Nachbarn und Mitbürgern. Der Bericht, um den es hier geht, ist ja gerade ein Beispiel für Miteinander, was auch meinen persönlichen Erfahrungen entspricht.

Missionierung gehört übrigens nicht zum Islam, auch wenn extreme Richtungen, wie die Salafisten dies versuchen.

Eine rechtsstaatliche Vorgehensweise gegen extreme Islamisten in Deutschland, die ja unsere Demokratie und unser Grundgesetz ablehnen, ist gerechtfertigt. Man darf sich aber nicht bange machen lassen und überall, selbst beim Baumschmücken durch Grundschüler, eine Gefährdung des Abendlandes herbeirufen.

Schon gar nicht sollten wir uns so stark ängstigen lassen, dass wir uns (und andere, unschuldige) in unseren, hart errungenen, demokratischen Grundrechten selbst beschneiden und mit undifferenziertem Misstrauen ein Miteinander erschweren.

@Falnar und Schladitz:
Auch Ihre "ausführlichen" Beiträge ändern nicht die Tatsache, das wir in D. langsam in einem Staat leben, der gegenüber Allem und Anderen immer nur Rücksicht, Einsicht und Vorsicht walten lassen
soll. Solange nich BEIDE Gruppen aufeinander zu gehen, sehe ich keine Chance auf ein gelungenes Miteinanderleben. Haben Sie nicht bedacht, das der Islam auf Ausbreitung, ja auf gewaltsame Überzeugung Andersgläubiger hinarbeitet? Das nicht nur friedliche Menschen dieser Glaubensrichtung hier in D. leben? Deshalb ist mir der kleinste Ansatz schon nicht geheuer...

@Bergvolk (und andere)

"Ich möchte in einer freiheitlich demokratischen Grundordnung nach christlichen Zügen leben."

Das können sie hier ohne weiteres. Die überwiegende Mehrheit der Moslems in Deutschland schätzen auch die freiheitliche demokratische Grundordnung und leben damit wir jeder andere auch.

Moslem sein und Demokratie und Freiheit zu erstreben sind keine Gegensätze. Auch in Ägypten stehen zurzeit viele auf der Straße und demonstrieren dafür. Das sind nicht alles Christen oder Atheisten.

"Deshalb möchte ich nicht in einem muslimischen vom Islam geprägten, männerdominierten und frauenverachtenden Staat leben."

Das verlangt niemand von ihnen und das tun sie ja auch nicht und es besteht auch keine Gefahr, dass dies passieren wird. Da muss man weder Angst haben noch diese weitergeben.

Islam bedeutet auch nicht automatisch die Herrschaft des Patriarchats oder Frauenverachtung. Das ist eine Frage von Herkunft, Tradition und vor allem der Bildung und auch schon innerhalb muslimischer Länder ganz unterschiedlich. In Istanbul , Kabul und Jakarta anders als in ländlichen Regionen der jeweiligen Länder. Unter den verschiedenen Ländern wieder unterschiedlich – in Afghanistan, Türkei und Indonesien. Bei Intellektuellen anders als bei bildungsfernen Schichten. Und so weiter.

"Ein Schlachtfeld aufbauen, wo es keines gibt."

Na ja, zu einem harmlosen Artikel über eine Grundschulklasse, die einen Baum im Bürgerhaus schmückt, was übrigens jedes Jahr stattfindet, kommen von verschiedenen Seiten Kommentare und Fragestellung, ob die das denn nun dürfen oder sollten, Zwangsintegration, die 10 Gebote, Wertvorstellungen und Moscheenbau (der Kommentar wurde wohl gelöscht). Wahrscheinlich ausgelöst durch die Verwendung des Reizwortes "Multikulti" im Artikel. Da muss man sich nicht wundern, wenn wiederum darauf auch kommentiert wird. Sie kommentierten übrigens als erster, und haben somit die Diskussion mit ausgelöst. War doch klar, dass durch das gewählte Thema und die provokante Art es einen Flame-War geben wird.

"Lassen Sie das lieber mit dem Gutmenschentum, indem Sie andere in eine Ecke drängen, in die diese nicht gehören."

Ich denke nicht, dass sie (und andere) in diese Ecke gehören, aber wenn man reflexartig von einem harmlosen Baumschmücken zu den anderen genannten Themen kommt, dann stößt man bei einigen vielleicht auf Unverständnis. Dabei wird auch gerne (ich denke unbewusst) die Terminologie aus dieser Ecke übernommen, wie zum Beispiel der Begriff "Gutmensch". Womit die mit anderer Meinung in die andere Ecke gestellt und als "Kumpels" zusammengefasst werden.

@ LarsSchladitz:

Ich möchte in einer freiheitlich demokratischen Grundordnung nach christlichen Zügen leben. Wer aus unserer Geschichte und Vergangenheit gelernt hat, weiss dass Unterdrückung und Unfreiheit erst Unrecht erlauben und begünstigen.

Deshalb möchte ich nicht in einem muslimischen vom Islam geprägten, männerdominierten und frauenverachtenden Staat leben.

Das bedeutet aber nicht, dass alle kulturellen Eigenarten Anderer schlecht und damit abzulehnen sind.

Sie sind weder Christ noch Moslem - aber meinen, den Einen gegen den Anderen schützen zu müssen. Ein Schlachtfeld aufbauen, wo es keines gibt.
Lassen Sie das lieber mit dem Gutmenschentum, indem Sie andere in eine Ecke drängen, in die diese nicht gehören. Nur weil es Ihnen nicht passt, dass jemand anderer Meinung ist als Sie, kommt gleich der "Hammer" von der Germanenlehre. Lernen Sie das bei Ihren Kumpels ?

Wer noch nie Eis gegessen, sondern nur davon gehört hat, kann nicht sagen, wie es schmeckt.

An das Bergvolk:

Gerade die christliche Geschichte hat sich immer durch die Bekenntnisse zu unserer heutigen freiheitlich-demokratischen Grundordnung sehr hervor getan: durch Kreuzzüge, Hexenverbrennungen über Verbrüderung mit den Nationalsozialisten und Ausgrenzung von Frauen, die abtreiben ließen bis hin zu Priestern, die Kinder sexuell missbrauchen.
Ironie aus
Natürlich nicht alle, aber immerhin: Die Bilanz der christlichen Kirche zwischen "Gut" und "Böse" hat sicher noch keinen Überhang auf der "Gut"-Seite vor zu weisen.
Selbstverständlich ist es momentan so, dass sich von Seiten der Christenheit bemüht wird, all diesen Mist der Vergangenheit durch gute Taten wieder gut zu machen.

Dazu zählt auch, dass man offen für andere Kulturen und Religionen ist, genau das, was in dem Artikel geschildert wird.
Das zeugt von einem neuen Verständnis, von einem "Aufeinander-Zugehen", "Sich-Kennenlernen" oder wie auch immer man das nennen möchte.

Auch ich habe bereits vor 30 Jahren mit meinen Kumpels türkischer/kurdischer/arabischer Herkunft Weihnachten, Zuckerfest, Beschneidungen und Hochzeiten gefeiert; alles mit Zustimmung und Wohlwollen durch die jeweiligen Eltern muslimischen und christlichen Glaubens.

Was mich in allerdings auch noch brennend interessiert, Herr oder Frau Bergvolk:
Wie definieren Sie die von Ihnen benutzten Begriffe "Volk" und "Kultur"?
Ist das dieses Konglomerat aus Christen, Germanen, Hugenotten, Römern, Türken, Juden, Griechen, Teutonen, Hunnen, Cheruskern usw., deren Nachfahren auf dem heutigen Gebiet der Bundesrepublik Deutschland leben?
Oder grenzen Sie da doch etwas mehr aus (oder ein)?

Ich jedenfalls freue mich, wenn Kinder (!) irgendwelche Barrieren spielerisch überwinden, ohne zu wissen, was die Eltern davon halten könnten und dadurch unsere Welt in Zukunft ein wenig besser mit gestalten werden.
Gruß von

Lars Schladitz



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