Zudem finden sich Ansprechpartner und kurze Texte, die über die Bedeutung und die Geschichte der Gedenkstätten aufklären.
"In erster Linie richtet sich die Broschüre an Lehrer und Erzieher", erläutert Peter Kock, Vorsitzender des Geschichtsvereins. So können Lehrer Besuche der Orte anhand der Informationen planen. "Sie können den vorgeschlagenen Routen folgen oder die Orte einzeln aufsuchen." Der NS-Terror habe sich nicht nur in Auschwitz und Buchenwald abgespielt. "Sondern auch in unmittelbarer Umgebung", so Kock. In der Broschüre werden Gedenkstätten im gesamten Kreisgebiet behandelt, von Minden und Porta über Lübbecke und Espelkamp bis nach Rahden.
Die Informationen für die Broschüre haben Einzelpersonen und Gruppen zusammengetragen. "Die Broschüre erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch", betont Kock. "Wir erheben auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit", so der Vorsitzende des Geschichtsvereins weiter. Koordiniert hat das Projekt Gertraud Strohm-Katzer: "Schön wäre es, wenn wir noch auf andere Orte aufmerksam gemacht werden." Etwa ein Jahr lang hat die Projektgruppe an der Broschüre gearbeitet.
Gestaltet hat das 50-seitige Heft Anja Richter, die Fotos stammen von Peter Hübbe. Finanziert wurde das Projekt über das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Lokal ist der Geschichtsverein von der Sparkasse Minden-Lübbecke finanziell unterstützt worden.
Die Broschüre "Orte erinnern: Spuren der NS-Zeit in Minden-Lübbecke" wird an alle Schulen verschickt. Interessierte können sie über den Geschichtsverein beziehen, Tonhallenstraße 7, Minden.
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