Hermann Schulz studiert an der Fachhochschule Minden - Campus Minden Projektmanagement Infrastruktur/Logistik
Der 20-Jährige studiert seit zwei Semestern den noch ziemlich neuen Studiengang am Mindener Campus der FH Bielefeld.
Hermann Schulz kommt aus Lippstadt, hat dort zunächst die Bänke der Realschule gedrückt, dann sein Abitur nachgeholt. Für ihn war schnell klar, in welche Richtung es beruflich gehen soll. "Ich will einen Job, in dem ich Verantwortung übernehmen kann, und ich will nicht den ganzen Tag im Büro sitzen." Kombiniert mit seinem Interesse für Geologie (Erdkunde LK) und einer Leidenschaft für Zahlen ergab das einen technischen Beruf.
Das Studium gibt es seit zwei Jahren
Zügig hat er sich für das Studium in Minden entschieden "Hier ist das Lernen nicht so anonym wie an den meisten Universitäten." Stattdessen lernen die Studenten in kleinen Teams, sagt Hermann Schulz.
Kein Wunder, in seinem Jahrgang sind insgesamt nur 16 zukünftige Projektmanager, die das Fach studieren. Nach Angaben der FH studieren nur 24 Studenten insgesamt den Studiengang. Für das Studium ist er von Lippstadt nach Minden gezogen, in ein Studentenwohnheim.
"Die Stadt ist auf jeden Fall schön", sagt Hermann Schulz. Allerdings, mit dem Öffentlichen Nahverkehr ist er nicht zufrieden. "Die Busse fahren nicht unbedingt immer zu günstigen Zeiten."
Im Anschluss an seinen Bachelor-Abschluss will Hermann gerne noch einen Master machen. Dafür muss er einen Notendurchschnitt von 2,5 vorweisen können.
Hermann Schulz gehört mit zu den ersten Studenten überhaupt, die die Fachrichtung studieren. Erst seit zwei Jahren gibt es die Disziplin. Voraussetzung für das Studium ist ein dreimonatiges Praktikum auf dem Bau. Um das Studium antreten zu können, reicht es aber wenn man sechs Wochen des Praktikums hinter sich gebracht hat, bevor man anfängt zu studieren. Der Rest kann während des Studiums absolviert werden. In seinem Studiengang lernt Hermann Schulz in großen Maßstäben zu denken. Windräder aufzustellen oder Schienen zu verlegen - das könnte später zu seinen Aufgaben gehören.
Auf dem Stundenplan seines Studiums stehen unter anderem Mathematische Methoden, Energiemanagment, Betriebswirtschaftslehre und Fachenglisch.
Später wird er sich noch mit Verkehrsbau, Stadtbaukunst und Unternehmensführung auseinandersetzen. "Es wird viel gerechnet in dem Studium", sagt der Student. "Man muss Spaß daran haben zu organisieren." Die FH wirbt damit, dass das Studium die Lehrenden auch für Managementaufgaben vorbereitet.
Im sechsten und letzten Semester des Bachelorstudiums machen die Studenten ein sechs Wochen langes Praktikum in einem Betrieb und schreiben ihre Abschlussarbeit. Die Chancen, im Anschluss einen Job zu finden, schätzt Hermann als ziemlich hoch ein. "Die EU will in den nächsten Jahren einiges an Geld in die Infrastruktur investieren."