Minden (mt/dpa). Die erneuten Eierproben, die das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Minden-Lübbecke auf dem gesperrten Biohof in Stemwede entnommen hatte, zeigen sinkende Werte, die aber noch nicht bei allen Proben unter den Grenzwerten liegen, teilt der Kreis mit. Die Sperre bleibt in Absprache mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) vorsorglich vollständig aufrechterhalten. Es werden weiterhin Untersuchungen durchgeführt.
Dabei soll festgestellt werden, ob sich der sinkende Trend bestätigt. Weitere Ergebnisse unter anderem aus den Bodenproben, die das LANUV entnommen hat, werden in diesen Tagen erwartet. Inzwischen suchen mehrere Bundesländer nach der Ursache für die Verunreinigung.
100000 Eier des Biobetriebes waren an einen Großhändler geliefert worden. Die Bielefelder Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Bodenverunreinigung auf dem Biohof. Es wird geprüft, ob illegal gefährliche Stoffe auf dem Hof entsorgt wurden.
Dabei ist auch ein Labor in Kiel ins Visier der Behörden geraten, das Eier von dem Biohof analysiert hat. Die Veterinärabteilung der Stadt Kiel hat gegen das Institut ein Ordnungswidrigkeits-Verfahren eingeleitet. Das Kieler Lebensmittelinstitut habe die örtlichen Behörden über erhöhte Dioxinwerte in untersuchten Eiern zu spät unterrichtet, erklärt Stadtsprecher Arne Gloy.


































