Diskothek "PW" schließt am Wochenende / Zwei Mindener wollen Gebäude pachten / Bauarbeiten starten Dienstag
Und der kostet ihn zunächst mal eine Stange Geld. "Bis zu 350000 Euro müssen investiert werden, damit wir das Gebäude so nutzen können, wie es geplant ist", sagte Langwald gestern gegenüber dem MT. Die neuen Pächter, vermutlich zwei Mindener Gastronomen, wollen zusätzlich dazu Inventar im Wert von 400000 Euro mitbringen. "Das Gebäude wird komplett eingerüstet und saniert", kündigte Langwald an. Es werde innen danach nicht wiederzuerkennen sein.
Wie der alte Bahnhof künftig aussehen soll, verriet er nicht. Klar ist aber: Das neue "PW" wird wohl keine reine Diskothek sein. "Der Betrieb wird in zwei bis drei Bereiche geteilt, alle haben unterschiedliche Konzepte und Musikrichtungen", so Langwald. Man wolle damit ein größeres Alterspotenzial abschöpfen. "Von 16 bis 60 soll für jeden etwas dabei sein. Natürlich nicht zeitgleich, aber an unterschiedlichen Tagen."
Die Schlüsselübergabe vom alten zum neuen Pächter ist für Dienstag geplant. Dass er zum 15. April das Feld räumen muss, weiß der bisherige Disko-Betreiber aber nicht erst, seit die neuen Pächter auf den Plan getreten sind. "Das wurde bereits Ende 2011 entschieden", so der Kaufmann aus Bad Oeynhausen, der nicht genannt werden möchte. Man sei sich bei den Pacht-Verhandlungen nicht über die Konditionen einig geworden. Langwald sagte dazu gestern: "Wir waren konzeptionell nicht mehr mit dem "PW" einverstanden und haben den Vertrag nicht verlängert."
Eine kleine Unsicherheit bleibt für den Besitzer aber, denn die neuen Pachtverträge sind noch nicht unterzeichnet. "Es ist alles mündlich abgenickt, aber noch nichts unterschrieben", so Langwald. "Wenn nicht noch etwas Unerwartetes passiert, fangen wir nächste Woche an zu bauen." Der Besitzer ist vom neuen Konzept überzeugt. Beide Pächter, deren Namen erst verraten werden, wenn die Tinte trocken ist, seien noch jung und bereits veranstaltungserprobt. "Denen traue ich einiges zu."
Vor allem wohl Tempo, denn komplett geschlossen soll das "PW" nur für vier bis sechs Wochen sein. Danach soll der geplante Cafébereich im unteren Teil des Hauses geöffnet werden. "Die große Neueröffnung ist für Mitte September geplant", so Langwald.
Die Verträge sind zunächst auf fünf Jahre angelegt. "Mit Option auf Verlängerung für zehn bis 15 Jahre", so der Besitzer. Probleme, das Gebäude zu vermieten, hat Gerd Langwald aber offenbar sowieso nicht. Es habe noch mehrere Interessenten gegeben, die hätten sich jedoch zu spät gemeldet, sagte er gestern.