Nach Polizeiangaben fuhr die 49-Jährige kurz nach 6 Uhr in Richtung Porta Westfalica. Kurz hinter der Auffahrt Dankersen geriet der Wagen aus bislang ungeklärter Ursache nach links auf den Gegenfahrstreifen. Offenbar hatte sie zuvor einen in gleicher Richtung fahrenden Lkw gestreift. In Fahrtrichtung Süden sind an dieser Stelle zwei Fahrstreifen, nur einer in Richtung Norden.
Der Wagen blieb quer auf der Gegenfahrbahn stehen und wurde vom Kombi eines 56-jährigen Portaners erfasst. Der Opel prallte mit seiner Front so heftig in die rechte Fahrzeugseite des stehenden BMW, dass die Autofahrerin noch am Unfallort starb, wie der Notarzt feststellte. Der Portaner wurde leicht verletzt.
Mit der Mindenerin sind in den vergangenen acht Jahren 26 Menschen auf der nur 39 Kilometer langen Fernstraße zwischen Autobahnauffahrt bei Holtrup und Landesgrenze bei Wasserstraße/Leese ums Leben gekommen. Am schrecklichsten dabei der Unfall bei Lahde am 12. Juli 2010. Damals starben fünf Menschen aus einer Stolzenauer Familie, darunter drei Kleinkinder. Ihr Kleinbus geriet in den Gegenverkehr, kollidierte mit einem Sattelzug.
Immer wieder liest sich das in den Aufnahmeprotokollen der Polizei so oder ähnlich: "Der Wagen geriet aus unbekannter Ursache in den Gegenverkehr". Warum am 5. Januar 2011 bei den Jösser Höpen ein 50-Jähriger sein Auto in den Gegenverkehr gegen einen Sattelzug steuerte, bleibt ewig unbekannt.
Immer wieder in den Gegenverkehr

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Nach der Tragödie vom Juni 2010 hat eine Kommission 55 Gegenfahrbahn-Unfälle untersucht und eine akustische Mittelmarkierung empfohlen, bei der der Fahrer "geweckt" wird, wenn er auf die falsche Seite fährt.
Viele warten auf der Schnellstraße mit langen Geraden hinter langsam fahrenden Lkw ungeduldig aufs Überholen. 2:1-Spuren an manchen Stellen reichen ihnen nicht. Die Polizei hat reagiert: Aus vier Starenkästen auf 39 Kilometer und zuätzlich bei mobilen Tempokontrollen blitzt man, so oft es geht. Vor einem Jahr verhängte die Polizei in nur fünf Tagen 514 Verwarnungen, 207 Bußgelder und 32 Fahrverbotsanzeigen. 2011 waren von 32 377 mobil angepeilten Fahrzeugen 713 zu schnell (2,2 Prozent), aus den Starenkästen wurden 19 655 von gemessenen 3,8 Millionen Autofahrern als Temposünder auf der B 482 entlarvt (0,5 Prozent), in jedem Fall ein hohes Unfallrisiko.












































