Vor allem Forscherdrang zählt: Bis 31. März können sich Teams für Schülerpreis "Einstein-OWL" bewerben
Der "Einstein-OWL" ist mit 12000 Euro dotiert. Fünf Stiftungen der Region loben ihn erneut aus. Erstmals dabei: die Günther und Rita-Rudloff-Stiftung aus Minden. Die Idee dabei: In der Schule die Freude an Natur und Technik entdecken, an einer Hochschule in Ostwestfalen-Lippe studieren und als kluger Kopf in der Region bleiben und arbeiten. Der Schul- und Schülerpreis "Einstein-OWL" kann bei einer solchen Karriere helfen.
Der Preis wirkt für Schule, Schüler und Region nachhaltig. Die drei bestplatzierten Schulen erhalten ein Preisgeld zwischen 500 und 1500 Euro, das sie wieder in Projektarbeit reinvestieren. Die Teilnehmer des Siegerteams können sich über ein Stipendium von 3600 Euro für ein Studium an einer Hochschule der Region freuen. Für eine Anschlussförderung durch den Studienfonds OWL bestehen beste Chancen. So soll der Preis auch dazu dienen, kluge Köpfe in der Region zu halten.
Bei Lukas Gleisberg (20) und Lukas Poppenburg (19) ist das Konzept aufgegangen. Beide gehörten 2010 zum Siegerteam des Steinhagener Gymnasiums. Sie überzeugten die Jury mit ihren Forschungen zur "Grätzel-Zelle", einer Photovoltaikzelle auf Farbstoffbasis. Gleisberg studiert Wirtschaftsingenieurwesen in Paderborn, Poppenburg Geschichte und Philosophie in Bielefeld. Dank des Stipendiums müssen sie nicht jobben und können sich aufs Studium konzentrieren.
Auch ihr ehemaliger Lehrer Andreas Frerkes sieht im Wettbewerb viele Vorteile. "Die Schule schärft mit dem Titel Einstein-Schule ihr Profil, und die Erkenntnisse der ehemaligen Projektgruppe nutzen wir jetzt im Physikunterricht der Jahrgangsstufe 8."
Die Teams, die sich um den "Einstein-OWL" bewerben, sollen aus maximal fünf Schülern bestehen. Lehrer begleiten sie über mindestens drei Monate bei der Arbeit an naturwissenschaftlichen oder technischen Fragestellungen. Das Projekt soll innovativ sein, nachhaltig für die Schule wirken oder eine Partnerschaft mit einem Unternehmen der Region beinhalten.
Stefan Wolf, Geschäftsführer der Peter Gläsel Stiftung, macht Mut zur Bewerbung: "Für uns zählt der Forscherdrang. Fertige Ergebnisse sind gut. Aber oft ist schon der Weg das Ziel." Einstein-Lehrer Andreas Frerkes wird sich jedenfalls wieder auf den Weg machen - mit einem neuen Projektteam und einem neuen Thema. Den Bewerbungsbogen gibt es auf der Website der Peter Gläsel Stiftung.
Anmeldungen nimmt Kathrin Baaske per E-Mail bis zum 31. März entgegen:
k.baaske@pg-stiftung.net. www.pg-stiftung.net