Petition gegen Ausbeutung von Hausangestellten zum Weltgebetstag am 2. März geplant
"Die Frauen kommen aus ärmeren Ländern der Region, suchen in Malaysia Arbeit und enden schließlich als moderne Sklaven", erklärt Christiane Papassimos von der evangelischen Frauenhilfe. Oft nehme man ihnen den Pass ab, um sie von ihren Arbeitgebern abhängig zu machen. "Die Arbeit von Hausangestellten wird offiziell nicht als Arbeit anerkannt, was solche Praktiken möglich macht."
Um auf die Verhältnisse aufmerksam zu machen, finden dieses Jahr zum Weltgebetstag am 2. März weltweite Kampagnen und eine Unterschriftensammlung statt. Organisiert wird die Petition vom Deutschen Weltgebetstagskomitee und der malaysischen Frauenrechtsorganisation Tenaganita.
Astrid Bartols vom Deutschen Gewerkschaftsbund Ostwestfalen-Lippe unterstützt das Projekt: "Wir kämpfen hier für Mindestlöhne und die Frauen dort bekommen nicht einmal ein Mindestmaß an sozialer Absicherung", sagt sie. "Internationale Solidarität muss sich auch auf Arbeitnehmerrechte erstrecken."
Von Minden aus kann man den malaysischen Frauen seine
Unterstützung ebenfalls mit einer Unterschrift signalisieren. "Bis Ende März liegen im Weltladen in der Brüderstraße, im Haus der Kirche und bei verschiedenen Veranstaltungen zum Weltgebetstag Listen aus", sagt Hartmut Damke vom Weltladen Minden. Man werde diese den malaysischen Regierungsverantwortlichen übergeben und sie hoffentlich zu einer Verbesserung der Rechte von Hausangestellten bewegen. Zusätzlich biete der Weltladen ein besonderes Sortiment an fair gehandelten Produkten zur Unterstützung von Kleinbauern in Malaysia.