Reisebus kommt aus ungeklärten Gründen von der Straße ab / Schüler nur leicht verletzt
Petershagen-Eldagsen (Wes). Eine schwer verletzte Person, drei leicht verletzte Jugendliche und ein stark beschädigter Reisebus sind die Bilanz eines Verkehrsunfalls gestern gegen 16.30 Uhr auf der B 61 in Höhe des Eldagser Wilhelmsweges.
Im Einsatz war eine große Zahl an Rettungskräften. Dazu gehörten 80 Feuerwehrleute sowie Polizei, Notärzte und Rettungsassistenten. Als Notfallseelsorger waren die Pfarrer Hendrik Blank (Petershagen) und Thomas Salberg (Friedewalde) an Ort und Stelle. Nach Auskunft der Polizei war der Bus mit 26 Schülerinnen und Schülern, einer Lehrerin und zwei erwachsenen Begleitpersonen besetzt. Bei den Jungen und Mädchen handelte es sich um Schüler der neunten Jahrgangsstufe der Gesamtschule Obernkichen. Der Bus befand sich auf der Rückfahrt von Bremen.
Eine Frau wurde schwer verletzt. | Foto: Ulrich Westermann
Die Reisegruppe war auf der B 61 in Richtung Petershagen unterwegs, als sich der Unfall auf gerader Strecke ereignete. Der Polizei zufolge ist die Ursache bisher unbekannt. Der Bus kreuzte die Gegenfahrbahn, krachte nach links in eine Baum- und Buschreihe und kam nach 50 Metern im Gehölz und auf dem Eldagser Wilhelmsweg zum Stillstand.
"Wir haben einen ohrenbetäubenden Krach gehört. Im ersten Moment dachte ich an einen Flugzeugabsturz", berichtete Anlieger Walter Lichtsinn. Der 62-Jährige hielt sich in seiner Reithalle, nur 130 Meter vom Unfallort entfernt, auf. Am Freispringen mit einigen Pferden nahmen auch Patrick Gräper, sein Bruder Dominic und Rene Müller teil. "Beim Blick aus der Tür haben wir sofort erkannt, was los war. Wir sind dann so schnell es ging zum Bus gerannt und haben in aller Eile eine Leiter geholt", so Lichtsinn. Einige Insassen hätten die Seitenfenster eingeschlagen und sich so einen Weg nach draußen gebahnt. Kurze Zeit später sei auch schon die Polizei an Ort und Stelle gewesen, schilderte der Anlieger.
Eine Frau war auf dem Beifahrersitz eingeklemmt. Die Feuerwehrleute setzten Rettungsschere, Spreizer und Arbeitsbühne ein, sodass sie befreit werden konnte. Vorsorglich waren drei Rettungshubschrauber alarmiert worden, die auf einem hart gefrorenen Acker landeten. Dort war auch die große Zahl der Rettungsfahrzeuge abgestellt worden. Die Verletzte wurde mit der Luftrettung in die Medizinische Hochschule nach Hannover gebracht.
"Viele Jugendliche standen unter Schock. Sie wurden erstversorgt und mit Rettungsfahrzeugen ins Feuerwehrgerätehaus der Löschgruppe Eldagsen gebracht", berichtete Karl Jungcurt. Dort kümmerten sich Rettungskräfte und Notfallseelsorger um die Schulklasse. "Zum Glück erlitten nur drei Jugendliche kleine Schnittverletzungen", berichtet Pfarrer Hendrik Blank, der zusammen mit Thomas Salberg die Aufgabe als Notfallseelsorger übernommen hatte.
Immer wieder hätten einige der Jugendlichen gerufen: "Wir wollen nach Hause." Zur Stärkung gab es Getränke und Süßigkeiten. In der Zwischenzeit waren die Eltern einiger Jungen und Mädchen eingetroffen. Mit ihren Fahrzeugen ging es auf den Heimweg. Zudem wurde ein Ersatzbus eingesetzt.
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