Wie Henning Buchholz, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) in Minden, gegenüber dem MT erklärte, wurde Montagmittag der Südabstieg mit Oberer und Unterer Schleuse gesperrt.
Ab sofort können Schiffe nur noch durch die Schachtschleuse von Kanal zu Weser und umgekehrt wechseln. Buchholz: "Am Südabstieg ist inzwischen so viel Eis, dass wir die Tore nicht mehr bewegen können. Durch einfahrende Schiffe würde das Eis ja noch stärker zusammengedrückt."
Eis hatte bereits am Wochenende zu Schäden am Südabstieg geführt, die jedoch zunächst noch repariert werden konnten.
Wenn die Wetterlage weiter frostig bleibt, ist kurzfristig auch zu erwarten, dass die Schachtschleuse geschlossen werden muss.
Während der Eisbrecher "Flut" gestern abgezogen wurde und unter anderem im Schleusenkanal Langenwedel eingesetzt ist, ist in der Region noch der L 2056 im Einsatz.
Um Schäden an der Kanalüberführung zu verhindern, soll am heutigen Dienstag die geschätzt mehr als zwölf Zentimeter dicke Eisschicht aufgebrochen werden. Hier kann allerdings der Eisbrecher nicht eingesetzt werden, sodass die Mitarbeiter des WSA heute selbst mit schwerem Gerät anrücken müssen - eine eisige und nicht ungefährliche Tätigkeit.