Künstler aus Dankersen begeistert sein Publikum in der Alten Turnhalle mit buntem Unterhaltungsprogramm
Vorsitzender Günther Buhrmester erinnerte in seiner Begrüßung an einen Jungen, der früher oftmals im Bereich Hasenkamp singend mit einem quietschenden Fahrrad durchs Dorf fuhr "und manchmal schon ein wenig nervte". Das war Daniel Pabst, der nach dem Besuch hiesiger Schulen und dem Abitur 1996 seine Ausbildung an der Stage School of Music, Dance and Drame in Hamburg begann, sich in Gesang, Tanz und Schauspiel weiterbildete und längst auf vielen Bühnen zu Hause ist, der bereits 690-mal im Phantom der Oper gesungen hat.
Jetzt gestaltete er allein diesen musikalischen Nachmittag und nahm seine Zuhörer mit auf eine Reise um die Welt der Musicalträume. Mit "There´s no business like Showbusiness" stimmte er die Besucher ein, die sofort begeistert waren von seiner schönen Stimme und insbesondere seinem lockeren, jungenhaften Auftreten und seiner sympathischen Art, wie er Kontakt zu "seinen" Dankerser Zuhörern suchte. Die wurden auch immer wieder eingebunden in sein Programm, das sich nicht auf die musikalischen Vorträge beschränkte, sondern auch in unterhaltsamer Weise Informationen zu den dargebotenen Liedern, zu Musicals und deren Komponisten bot und dabei zeigte, dass Daniel Pabst auch ein charmanter Entertainer ist.
Das Lied von Mäckie Messer folgte, dann "Lullaby of Broadway" und sehnsuchtsvoll "Maria" aus der Westside Story. "Jesus Christ Superstar" und "Cabaret" belohnten den Künstler mit langem Beifall. Und immer wieder plauderte Daniel ganz locker mit den Besuchern, so auch mit seiner Schwester, "die es ganz schrecklich findet, wenn ich singe". Warum wohl? "Die hat immer Angst, dass ich mal den Text vergesse".
Und den vergaß er auch nicht, als er erstmals in einer Solovorstellung "Smoke gets in your eyes" aus Cats gesungen hat. Dann verließ er ganz locker die Bühne, plauderte mit den Besuchern, und Oma Irmchen, die wie seine Eltern stolz sein konnte auf ihren Daniel, bekam schnell noch ein Küsschen auf die Wange. Es waren bekannte und beliebte Lieder aus Musicals, von denen die Zuhörer immer wieder begeistert waren, zu denen sie oft im Takt klatschten oder auch selbst mitsangen, wie bei dem Medley aus "Mama Mia".
"Friedrich - groß und nicht artig", heißt das Musical, zu dem Daniel Pabst die Musik schrieb, und das seine mit viel Beifall belohnte Uraufführung vor einer Woche in Potsdam erlebte. Und auch aus diesem Stück präsentierte der Künstler erstmals in einem Soloprogramm ein Lied, das mit seiner schönen Melodie und dem ausdrucksstarken Vortrag sehr beeindruckte.
Es war ein langer brausender Beifall, der Daniel Pabst am Ende dieser musikalischen Reise belohnte, und das war nicht eine freundliche Belohnung für einen, der nun mal aus ihrem Dorf stammt. Das war ein überzeugender Dank für eine hervorragende Leistung, von der alle begeistert waren.
Und dass er noch niemals in New York war, griechischen Wein liebt und alles aber bitte mit Sahne will, das war dann die musikalische Zugabe dieses sympathischen jungen Künstlers.