Neue Freizeitmöglichkeiten an Promenade geplant / Ausschuss entscheidet am Mittwoch
Ulrieke Schulze vom Lokalen Bündnis für Familie in Minden und Michael Jäcke, Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes, stellten am Freitag dem MT die Umgestaltungspläne für die Weserpromenade im Bereich Amphitheater vor. "Das Lokale Bündnis für Familie wollte seit seiner Gründung mehr Freizeitmöglichkeiten an der Weserpromenade schaffen. Das ist sogar im Masterplan verankert", erklärt Ulrieke Schulze.
Im vergangenen Sommer gab es eine erste Ortsbegehung mit Beigeordneten, den Städtischen Betrieben Minden (SBM), Vertretern des Vereins Schiffmühle Minden und den Weserfreunden. Jetzt scheinen die Planungen zu stehen, es muss ihnen nur noch im Jugendhilfeausschuss am Mittwoch zugestimmt werden. "Wir sind uns sicher, dass das klappt", meinen Schulze und Jäcke.
Geplant sind mehrere Neuerungen an der Weserpromenade im Bereich zwischen dem Haus der Kanusportgemeinschaft Kurt-Tucholsky-Gesamtschule und dem Bootshaus des Rudervereins: Der Verein Skate-Park für Minden möchte beim Amphitheater eine Skater-Anlage schaffen und hat sich mit dem Verein Weserlieder wegen der Baumaßnahmen in Verbindung gesetzt. Der stellt hier einmal pro Jahr ein Open-Air-Festival auf die Beine. Wenn die Skater privat 40 000 Euro zusammenkriegen, können sie Mittel in gleicher Höhe aus einem Verfügungsfonds des Landes erhalten, um für sich Halfpipes und Co. anzulegen.
"Wir unterstützen das", sagt Michael Jäcke. Lärmschutztechnisch dürfte es hier keine Probleme geben, da die nächsten Anwohner relativ weit entfernt wohnten. Aber auch für Kinder soll es Beschäftigungsmöglichkeiten an der Weser geben. Der Spielplatz im Glacis sei zu versteckt und von dem Pendant in der Nähe des Sommerbades sei nur noch ein Kletternetz übrig, erklärt Schulze. Darum soll nicht weit entfernt auf einer verwilderten Grünfläche zwischen Amphitheater und Bootshaus des Rudervereins ein Spielplatz entstehen.
Einstimmiger Beschluss
Einen einstimmigen Beschluss aller Fraktionen für ein solches Kinderparadies an der Weser habe es schon gegeben, so Schulze. Geht der Antrag am Mittwoch durch, dann könnten 30 000 Euro investiert werden, die im Haushalt für Spielplätze eingeplant sind. Das Jugendamt und die SBM würden die weitere Planung übernehmen und zum Beispiel interessierte Kinder nach ihren Wünschen für die Gestaltung befragen. "Der Spielplatz soll noch in diesem Jahr entstehen", sagt Ulrieke Schulze.
Mit Spielplatz und Skater-Anlage sind die Planungen für die Weserpromenade aber noch nicht abgeschlossen. Einen Grillplatz können sich Jäcke und Schulze zum Beispiel auch vorstellen. Der Jugendhilfeausschuss trifft sich am Mittwoch, 18. Februar, um 18 Uhr in der ehemaligen Hafenschule.
Auf der anderen Seite habe ich jedoch auch den Eindruck, dass der vorhandene Spielplatz genutzt wird und eine weitere Aufwertung nicht völlig ausgeschlossen werden sollte.