Staupe ist eine ansteckende Tierkrankheit und wird immer wieder bei heimischen Raubtieren, also fleischfressenden Wildtieren wie Füchsen und Mardern nachgewiesen. Untersuchungen in Niedersachsen haben ergeben, dass durchschnittlich 20 bis 30 Prozent der krankheitsauffälligen Raubtiere mit dem Staupevirus infiziert waren. Füchse und Marder sind daher als Überträger anzusehen.
Bisher nicht gegen Staupe geimpfte Hunde sind einer ständigen Infektionsgefahr ausgesetzt, wie der Kreis mitteilt. Das gilt insbesondere für Jagdhunde und andere häufig freilaufende Hunde. Der Hauptübertragungsweg der Staupe auf den Hund ist der direkte Körperkontakt mit erkrankten Artgenossen.
Das Virus wird durch Speichel, Nasen- und Augensekret, Kot und Urin infizierter Tiere ausgeschieden. Tiere können sich darüber oder durch gegenseitiges Belecken und Tröpfcheninfektion anstecken oder sie nehmen den Krankheitserreger mit verunreinigtem Futter, Wasser oder aus der Umgebung auf. Kennzeichnend für die Erkrankung sind hohes Fieber und Abgeschlagenheit. Je nach befallenem Organsystem können zudem Durchfall und Erbrechen oder Atemwegssymptome auftreten. Im weiteren Verlauf der Krankheit kann es zu einer Schädigung des Gehirns mit zentralnervösen Erscheinungen kommen.
Die Krankheit kann je nach Schwere tödlich verlaufen, die Wahrscheinlichkeit liegt zwischen 30 und 80 Prozent. Die Impfung bietet einen wirksamen Schutz. Dabei sollte eine Grundimmunisierung des Hundes möglichst schon im Welpenalter durchgeführt werden, denen dann regelmäßige Auffrischungsimpfungen folgen sollten.
In den Tierarztpraxen erhalten Hundebesitzer hierzu weitere Informationen und können ihren Vierbeiner gegen Staupe impfen lassen. Beim Kauf eines Hundes sollte der zukünftige Halter generell auf einen aktuellen Impfschutz gegen Staupe achten.