"Wir Menschen sind keine Maschinen", sagte Organisatorin Julia Wochner in ihrer Ansprache. Sie forderte ein generelles Umdenken in der Gesellschaft, in der humanitäre Gesichtspunkte stärker zur Geltung kommen sollen. Engagiert rief sie zu verbesserten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt, einer gerechteren Familienpolitik sowie gegen den wachsenden Einfluss der Wirtschaft auf.
Zu der Kundgebung aufgerufen hatten auch Attac Minden sowie die Linkspartei und die DKP, die mit Infotischen vor Ort vertreten waren. "Die Empörung in der Gesellschaft nimmt eindeutig zu", sagte Attac-Sprecher Bernd Mehrhoff auf MT-Anfrage. Er zeigte sich mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden, in der auch symbolische Meinungskundgebungen erfolgten. Anhand einer 8,20 Meter hohen Säule machten die Organisatoren auf die Verteilung des Reichtums in der Welt aufmerksam. "20 Prozent der Menschen gehören 82 Prozent des Vermögens", sagte Mehrhoff. Zahlreiche Interessierte haben sich nach seinen Worten an den Ständen über die akuten Probleme in der Welt informiert.
Der Protest der Demonstranten richtete sich in erster Linie gegen die Macht der Banken sowie falsche Versprechen in der Politik. "Ich glaube, die Leute haben es zunehmend satt, von den Verantwortlichen getäuscht zu werden", sagte Mehrhoff.
meine Fragen haben in der Tat nur am Rande mit dem hier diskutierten Thema zu tun.
Der Grund meiner Fragen beziehen sich auf Ihre Motivation, sich nicht nur hier sondern auch zu weiteren Themenbereichen zu äußern.
Das Recht der freien Meinungsäußerung steht Ihnen zu. Das würde ich Ihnen nie in Abrede stellen wollen.
Problematisch bewerte ich vielmehr die Art und Weise, wie Sie und Mitglieder anderer politischer Gruppierungen (hier schließe ich auch die sog. Volksparteien aber auch unabhängige Bürgermeister-Kandidaten ein) sich in den verschiedensten Themenbereichen einen Schlagabtausch liefern, der meiner Meinung nach nichts in diesem Medium zu suchen hat, sondern in den Fraktions- bzw. Ratssitzungen zu thematisieren ist.
Manchmal komme ich mir hier vor, wie auf einer Wahlkampfveranstaltung.
Ihr
Jonas Holtz