Montag kam die Gruppe unter Leitung von Margot Glunz, Geschäftsführerin des "Cafee mit Herz" in Minden an.
Die Einrichtung im Stadtteil St. Pauli versorgt täglich bis 360 Gäste kostenlos mit Speisen, Getränken und Kleidung.
Das "Cafee mit Herz" ist aber auch eine Anlaufstelle und ein "sozialer Hafen" für Menschen, die am Rande des sozialen Netzes leben oder aus diesem herausgefallen sind, so Glunz. Leicht erschöpft, aber gut gelaunt genossen die Radfahrer am Montagnachmittag den Blick auf die Weser.
Sie stellten sich den Fragen des stellvertretenden Bürgermeisters Harald Steinmetz, der die Gruppe im Bootshaus des Mindener Rudervereins (MRV) begrüßte und sich für die Stadt Minden in das Tourbuch eintrug.
Der MRV beherbergt und beköstigt die Gruppe von Montagnachmittag bis zum Dienstagmorgen. Die Kosten werden durch eine Spende gedeckt.
1315 Kilometer lang ist die gesamte Strecke, die die Gruppe auf ihrer Deutschlandtour gegen Armut und Obdachlosigkeit zurücklegt.
Jede Tagesetappe ist durchschnittlich 100 Kilometer lang. Dafür haben die Amateurradfahrer im Vorfeld fleißig trainiert. Ein Großteil der Tour-Teilnehmer ist mehr als 50 Jahre alt.
Jeden Morgen um 8 Uhr geht es los. Dabei habe es bequeme - wie den Weserradweg - und sehr schwere Etappen wie die durch die Rhön gegeben, fasst Margot Glunz zusammen. Teilweise wurde die Gruppe auch spontan durch Mitfahrer begleitet.
"Es gab einige Pannen, aber von größeren Katastrophen sind wir verschont geblieben", berichtet Glunz.
Ein Gruppenmitglied hat sich bei einem Sturz verletzt, konnte aber weiterfahren. Ein weiterer Wermutstropfen: "Wir hatten nur an zwei Tagen wirklich schönes Wetter."
Alle Teilnehmer freuen sich nun auf das nahe Ziel in Hamburg.
Noch rund 300 Kilometer sind es in die Freie Hansestadt von Minden über Verden, Bad Fallingbostel und Buchholz. Hamburg soll am 19. August erreicht sein.
Mehr Informationen auf der Internetseite
www.cafeemitherz.de.