Gartenfest der Lebenshilfe: Volles Programm mit Musik, Erdbeerbowle und Luftballons
"Menschen mit oder ohne Behinderung: Der Unterschied ist uns nicht so wichtig", sagt Jochen Rogmann, Geschäftsführer der Lebenshilfe Minden. Denn beim Gartenfest helfen alle mit.
Elga Rodenberg sitzt im Rollstuhl, trotzdem ist die Vorsitzende des Lebenshilfe-Rates voller Lebensmut. Sie kümmert sich in ihrer Funktion um die Belange der Menschen mit Behinderungen und ist die Schnittstelle zwischen Verein und Teilnehmern. Für das Gartenfest hat sie zusammen mit ihren Kollegen und Betreuern leckere Erdbeerbowle angerührt. "Garantiert ohne Alkohol", versichert sie.
Nebenan gibt es Zuckerwatte, Kaffee und Kuchen, einen kleinen Flohmarkt, Dosenwerken, einen Schminkstand und für eine Hüpfburg. Später sollen dann noch viele bunte Luftballons mit Adresskärtchen in den Himmel steigen. Wer davon am weitesten fliegt, kann etwas gewinnen. Auf der Bühne präsentieren sich die verschiedenen Gruppen der Lebenshilfe. Musik machen die Band "Bbswing" und die Trommler "Move of life".
Theaterszenen aus dem Stück "Wovon träumst du?" gibt es von der Gruppe "Die Traumkutscher", wo auch Moritz mitspielt. "Das macht Spaß, aber man muss relativ viel üben", sagt er. Dass es dann plötzlich einen Regenschauer gibt, findet Moritz nicht so toll. "Aber ansonsten gefällt es mit gut", sagt er fröhlich und holt sich ein Stück Kuchen.
Auch Dennis Grotefeld ist zufrieden: "Es ist sehr gut, eine tolle Stimmung, eine tolle Feier." In Begleitung seiner Mutter und Oma hat der 32-Jährige richtig viel Spaß. "Am besten gefällt mir die Musikkapelle", findet er. Und auch seine Mutter kommt immer gerne zum Gartenfest der Lebenshilfe. "Es ist hier immer wieder gut, das Programm ist sehr umfangreich und alle engagieren sich", sagt Monika Grotefeld. Außerdem treffe man sehr viele bekannte Eltern, sogar solche, die ihre Kinder schon lange nicht mehr in der Betreuung der Lebenshilfe haben.
"Es ist wie ein zu Hause für Menschen mit Handicap. Jeder wird so angenommen, wie er ist."