Stadt geht gegen Vandalismus an öffentlichen Gebäuden vor/Jährlich Schäden in Höhe von bis zu 45000 Euro
Ab den Sommerferien werden sukzessive vier Mindener Schulen in sozialen Brennpunkten mit Videokameras für den Außenbereich ausgestattet. Das kündigte der Geschäftsführer der Städtischen Betriebe Minden (SBM), Gerald Schüler, gestern vor Journalisten an.
Jährlich entstünden an städtischen Gebäuden durch Vandalismus Schäden in Höhe von bis zu 45000 Euro, errechneten die SBM. Herausgerissene Jalousien, zerstörte Türen und Fenster, mit Graffiti besprühte Wände - das sind vor allem die Schäden, die angerichtet werden. 70 Strafanzeigen habe die Stadt seit 2008 gegen Unbekannt gestellt, berichtet der auch für die städtische Gebäudewirtschaft zuständige SBM-Chef über die "negative gesellschaftliche Entwicklung."
Seit 2002 habe die Kommune eine deutliche Zunahme von Vandalismus festgestellt, dem mit Runden Tischen, Sozialprogrammen, der seit 2009 bestehenden Ordnungspartnerschaft von Polizei und Ordnungsbehörde sowie anderen Aktivitäten entgegen getreten worden sei. Konzepte der Zusammenarbeit mit Schulen wurden entwickelt. "Doch die Probleme sind nicht geringer geworden."
Mit der Videoüberwachung will die Stadt die Zerstörungen nun eindämmen. Rund 14000 Euro pro Schule werden dafür in die Überwachungstechnik investiert, deren Bilder bei einem Wachdienst auflaufen. Jährlich entstehen Folgekosten von rund 1000 Euro je Bildungseinrichtung.
Diese Entscheidung ist eine Fortentwicklung bereits begonnener Sicherheitsmaßnahmen. So wurden die Schulen mit Einbruchmeldeanlagen ausgestattet. Seit der Inbetriebnahme gingen dort die Einbrüche deutlich zurück. Für die Vermeidung von Vandalismus im Außenbereich diente diese Technik jedoch nicht.
So rüsten sich die Städtischen Betriebe jetzt an vier Schulen in sozialen Brennpunkten der Stadt gegen die Problematik. Zunächst wird die Mosaikschule im Stadtteil Bärenkämpen mit Videokameras ausgestattet. Dann folgt die Freiherr-von-Vincke-Realschule. Weitere Schulen liegen im Süd- und Ostteil der Stadt. Eingesetzt wird die Videoüberwachung zwischen Unterrichtsschluss und -beginn, betont Gerald Schüler. "Wir werden nicht während des Unterrichtsbetriebes Schuleingänge oder Ähnliches überwachen und uns ansehen, wer dort ein- und ausgeht", versichert der SBM-Geschäftsführer. Der bedauert zugleich, dass all die Sanierungsmaßnahmen an Schulen und anderen städtischen Einrichtungen nicht dazu beigetragen haben, Vandalismus zu verhindern. "Dabei sollte man davon ausgehen, dass eine attraktive Infrastruktur hilft, Sachbeschädigungen einzudämmen."
Sozialprogramme sollen ausgeweitet werden
Neben der Überwachung wolle die Stadt aber auch auf die Ausweitung von sozialen Programmen setzen, um der Zerstörungsproblematik zu begegnen, erläutert Schüler.
Als Anfang 2009 die damalige schwarz-gelbe Landesregierung Pläne veröffentlichte, die Videoüberwachung an Schulen und öffentlichen Plätzen zu erleichtern, hatte sich bei einer Umfrage unter den Mindener Bildungseinrichtungen gezeigt, dass sie einem solchen Überwachungsinstrument nicht generell ablehnend gegenüberstanden. Allerdings: Nicht die Kontrolle von Schülern, sondern die Abwehr von Vandalismus müsse das Ziel sein.
Vor zwei Jahren begann das Ratsgymnasium auf Eigeninitiative mit der Videoüberwachung des Fahrradabstellbereiches. Seither sind dort Diebstähle und Vandalismusschäden deutlich zurückgegangen.
Auch wenn deine Beweggründe durch aus nobel sind und an der Jugendpolitik hier Einiges mangelhaft ist, so solltest du mal deine Gedankengänge etwas zügeln und nachdenken, bevor du schreibst.
Die Jugendpolitik hat nicht die Aufgabe die Kinder zu erziehen, dafür sind immer noch die Eltern verantwortlich. Wenn es dort nicht klappt muss die Politik eingreifen, aber Verantwortung kann und darf man den Eltern nicht abnehmen.
Wenn du jetzt schreibst, dass dieser Vandalismus eine direkte Folge von fehlendem öffentlichem Engagement für Kinder ist kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
Kein Kind richtet großen Schaden an weil ihm langweilig ist. Wäre dem so, dann hätten wir diese Probleme auch in den 50ern und 60ern gehabt, wo die Kinder nachweislich NICHTS hatten. Erziehung ist und bleibt Sache der Eltern und die Schulen werden mit den Kameras außerhalb der Schulzeiten ein Stück weit geschützt.
Richtig ist, dass der Vandalismus wohl nur in andere Bereiche verdrängt wird. Aber hier muss den Kindern ganz anders geholfen werden statt nur mit viel Beschäftigung. Da ist grundsätzlich etwas falsch gelaufen.