"Die Junge Union bekennt sich klar zum dreigliedrigen Schulsystem, auch im Mühlenkreis. Dort, wo aufgrund sinkender Schülerzahlen Strukturen verändert werden müssen, ist die bereits im Schulgesetz verankerte Verbundschule eine gute Alternative", so die klare Äußerung der Jungen Union.
Dass die schulpolitische Debatte in der CDU NRW nicht zum Stillstand gekommen sei, zeige sich auch im Vorfeld des CDU-Landesparteitags zur Schulpolitik im März in Siegen. "Wer die Verbundschule mit besonders guten Leistungen abschließt, dem stehen die gymnasialen Türen natürlich offen", so die jungen Konservativen weiter. "Es ist uns wichtig zu betonen, dass auch Haupt- und Realschulabschlüsse eine eigenständige Wertigkeit haben. Grundsätzliche Möglichkeit zum Abitur: Gut, aber Abitur im Einzelfall alles andere als zwingend."
Schwaches Interesse am Schulversuch?
Die Kritik der jungen Politiker richtet sich weiterhin gegen die Gemeinschaftsschule nach der Auffassung von Rot-Grün-Rot im Land. "Wir können der Aussage der SPD-Landtagsabgeordneten Inge Howe, dass etliche Schulen aus dem Mühlenkreis Interesse an einer Gemeinschaftsschule bekundet haben sollen, keine besondere Bedeutung beimessen", so die Vorstandsvertreter. "Man muss bedenken: Eine unverbindliche Interessensäußerung ist noch lange kein Antrag."
Wenn man sich weiterhin vor Augen halte, dass es in Nordrhein Westfalen im Schuljahr 2009/2010 671 Haupt- und 559 Realschulen gebe und bislang gerade 19 Anträge bekannt seien, werde deutlich, welch geringer Prozentsatz sich der Idee der Gemeinschaftsschule anschließen wolle, so die Junge Union. Mithin sei dieses Modell nur ein weiterer Schulversuch der Minderheitsregierung, der auf schwaches Interesse stoße.
Die Minderheitsregierung unter Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann boykottiere einen fairen Wettbewerb zwischen Verbund- und Gemeinschaftsschule, indem Verbundschulen hinsichtlich der Mindestschülerzahl und der Lehrerversorgung systematisch benachteiligt würden. "Wir halten es für fragwürdig, vermeintlich gerechtere Bildung mit ungerechten Methoden anzustreben", so die Jungen Union.







































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