Die Firma K+S produziert im Werragebiet rund 14 Millionen Kubikmeter Salzabwasser. Die Hälfte davon wird in die Werra geleitet. Nach Angaben von Dr. Albrecht von Lochow, Umweltschutzbeauftragter der Stadt Porta Westfalica, wird der ökologische Zustand der Weser dadurch stark beeinflusst. Durch die Mengen an Salzabwässer und den darin enthaltenen chemischen Verbindungen werde das Ökosystem dahingehend beeinträchtigt, dass aus einem Süßwasserfluss ein Salzgewässer wird. Dementsprechend sterben Fische und Pflanzen.
In Porta Westfalica bestehe jedoch keine Gefahr für unser Trinkwasser. Die hiesigen Wasserwerke ständen nicht in direkter Nähe zur Weser.
Anders sieht es zum Beispiel in Bad Oeynhausen aus. Von Lochow dazu: "Dort gibt es ein Wasserwerk im Auenbereich, wo möglicherweise Wasser von der Weser eindringt und über das Grundwasser genutzt wird. Außerdem gibt es in Minden zwei Wasserwerke, die im Auenbereich stehen. Aber Wasser muss vom Gesetz her sauber gehalten werden, weil vielleicht in der Zukunft einmal Wasser dort genutzt werden könnte. Der Gesetzgeber fordert, dass das Wasser, unser wichtigstes Lebensmittel, immer sauber gehalten wird. Für die Vorsorge müssen wir darauf achten, dass auch bei uns das Wasser sauber gehalten wird."
Nun plant die Firma K+S eine 63 Kilometer lange Pipeline von Neuhof-Ellers an der Fulda nach Philippsthal an der Werra zu bauen. Dadurch würde die Versalzung um rund zehn Prozent steigen.
Der Runde Tisch mit Umweltverbänden und den betroffenen Landesregierungen stimmte mit großer Mehrheit für eine Reduzierung der Salzabfälle und eine Fernentsorgung in der Nordsee. Das Unternehmen K+S stimmte aus Kostengründen dagegen.
Da es sich dabei aber um Salzabwasser handelt, sieht es von Lochow als problematisch an, dass das Abwasser mit chemischen Bestandteilen und Resten von Düngemitteln belastet ist. Das Ökosystem des Nationalparks Nordsee würde dadurch erheblich beeinträchtigt.






































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