Anti-Atom-Bündnis beteiligt sich an Demonstration gegen Castor-Transport nach Gorleben
Unter dem Motto "Mit Gorleben kommen sie nicht durch - Rote Karte für Atomkraft!" protestierten die Minden-Lübbecker gemeinsam mit rund 50 000 Menschen in der Nähe des Castor-Verladekrans bei Dannenberg friedlich, aber mit tiefem Ernst und Entschlossenheit gegen die Atompolitik der Bundesregierung. Hoch motiviert und gut ausgestattet mit Transparenten, Pfeifen, Aufklebern, Schutzanzügen und Mundschutz, zeigten die Aktivisten aus dem Mühlenkreis Flagge.
"Ich bin dabei, um der Regierung eine klare Absage der weiteren Nutzung der Atomenergie und Gorleben als Endlager zu erteilen", sagte Irmtraud Engelbrecht. "Meine Söhne sind in der Organisation im Wendland", fuhr die 72- jährige aus Minden fort. Norbert Renger (62 Jahre) aus Espelkamp war mitgefahren: "Weil ich die ganze Atomgeschichte verbrecherisch finde, einschließlich des Transports."
Der Widerstand gegen die Verlängerung der AKW-Laufzeiten kam aus allen Schichten der Gesellschaft. "Während unserer Aktionen in den letzten Wochen wurde mit viel Wut und Enttäuschung die Atompolitik von Schwarz-Gelb, der Deal mit den Energiekonzernen und der wachsende Atommüllberg beklagt", so Lothar Schmelzer vom BUND. Begrüßt wurde ein Teil der Gruppe vom Bundesvorstand des BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland, deren Vorsitzender Dr. Hubert Weiger außer einer Einladung nach Berlin auch ein Besuch in Minden ankündigte.
Neben der Kundgebung gab es ein vielseitiges, fantasievolles Programm, Informationsstände und Einladungen von Einheimischen, zu übernachten. Auf der Rückfahrt informierte das Bürgerradio ZuSa über Aktuelles zum Castor Transport und Aktionen in und um Dannenberg.
Zwei Aktivisten blieben vor Ort im Camp der BUND-Jugend. Das Anti-Atom-Bündnis Minden kündigte einen Filmabend über die Fahrt nach Gorleben an.
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