Minden ist nur einer der über hundert Orte, in denen am Samstag gegen den geplanten Castor-Transport Anfang November nach Gorleben im Wendland demonstriert wurde. Über drei verschiedene Bahnstrecken könnte der Atommüll aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague, durch ganz Deutschland bis in die niedersächsische Gemeinde Gorleben gelangen. Dort befindet sich das oberirdische Zwischenlager für den strahlenden Müll.
Auch Minden befindet sich an einer der drei möglichen Bahnlinien. "Es ist erwiesen, dass Gorleben kein sicheres Endlager ist", sagt der 17-jährige Organisator der Demonstration in Minden, Jan Niklas Lämmel, von den jungen Grünen. "Wir wollen durch unser Minden keinen gefährlichen Castortransport."
Doch nicht nur gegen den Atommülltransport durch Deutschland protestieren die Demonstranten. Sie fordern auch einen schnellen Ausstieg aus der Atomenergie, dieser wurde von der Regierung der CDU und der FDP auf einen Zeitraum zwischen 2025 und 2039 verlängert. "Die Regierung war auf einem guten Weg", sagt die Demonstrantin Daniela Michels. "Aber durch Geldgier wurden die Laufzeiten der Atomkraftwerke wieder verlängert." "Die Menschen sollen aufgeweckt werden, wenn sie es nicht schon sind", so Bettina Fuhg, Ratsmitglied der Grünen. "Immerhin sind 80 Prozent der Bevölkerung gegen Atomenergie."
Der in Minden geborene Martin Gütebier ist extra aus dem Wendland angereist, um mit den Mindenern gemeinsam zu demonstrieren und sie zu einer weitern Großdemonstration am Wochenende des Castortransportes am Samstag, 6 November, einzuladen. Seiner Meinung nach ist "Atomkraft ohne Endlager wie Fliegen ohne Landebahn."
Begleitet von der Polizei setzten sich die friedlichen Demonstranten in Bewegung. Mit Sprechgesängen wie "Wir stellen uns quer, keine Atomkraft mehr" und "Atomkraft? Nein Danke!" zogen die knapp 200 Menschen vom Markt aus durch die Bäckerstraße über das Wesertor bis zum Bahnhof. Dort endete der Zug für die meisten. Einige Demonstranten machten sich vom Bahnhof aus mit dem Zug auf den Weg nach Stadthagen, um dort auf andere Castor-Transport-Gegner zu treffen und weiter zu demonstrieren.
danke für den informativen Beitrag.
Vermisst haben wir den Namen des Veranstalters das "Anti Atom Bündnis Minden", das die Organisation durchführte und Material und Infostand zur Verfügung stellte, welches von der Friedenswoche, Verdi, B90/Grüne dem BUND und deren Mitgliedern gesponsert wurde.
Ziel ist der Atomausstieg und eine friedliche Demo in Dannenberg am Castor Verladekran, zu dem das Bündnis am 6. November aufruft.
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Auf nach Gorleben! Infos, Bus-Hotline:
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