Tagebuch: Santa Allegne und Charlotte Zück schreiben über die Proben zum Verdi Requiem
Erste Probe, November 2009
Wir erscheinen mehr oder weniger pünktlich und sind gespannt, was passiert. Tanzen ist für Ungeübte gar nicht so leicht! In unseren Köpfen sind lauter Fragen: Körperspannung halten und gleichzeitig einen entspannten Gesichtsausdruck haben, geht das? Lautlos durch die Halle springen - wie soll das funktionieren?
Doch der Gedanke, dass wir in einigen Monaten vor Publikum tanzen sollen, entfacht unseren Ehrgeiz. Trotz Muskelkater an unbekannten Muskeln und Blasen an den Füßen freuen wir uns am Ende der Probe über neues Rhythmusgefühl und Selbstvertrauen.
Dritte Probe, April/Mai 2010
Die zweite Probe haben wir verpasst: Jetzt erinnern wir uns an keinen Tanzschritt mehr! Doch nach den ersten Tönen kommen alle Schritte zurück. Dieses Erfolgserlebnis spornt uns an. Durch die vorsorgliche Anschaffung von Pflastern gibt es auch keine Probleme mit Blasen mehr.
Unser Essverhalten während der Proben verändert sich ebenfalls. Statt Döner essen wir Salat, um nach der Mittagspause noch leistungsfähig zu sein. Was für eine Entwicklung!
Vierte Probe, Juni 2010
Bei dieser Probe merken wir, wie unsere Körper scheinbar von ganz alleine auf die Musik reagieren. Und das geht nicht nur uns so: Die ganze Gruppe tanzt immer synchroner.
Man kann sich immer besser vorstellen, wie das Ganze später aussehen wird. Das konnten wir nach der ersten Probe wirklich noch nicht sagen!
Letzte Probe, August 2008
Alle Schulen können erstmals gemeinsam für die Aufführung proben. Endlich sehen wir das komplette Stück! Zu unserer Verwunderung klappt fast alles lückenlos. Zwar werden hier und da Dinge verändert, aber das Grundgerüst steht.
Es entwickelt sich ein Gemeinschaftsgefühl zwischen den Tänzern, zwischen den Teilnehmern aller Schulen: Der Sinn des Projekts wird uns deutlich, nämlich dass alle zusammen etwas auf die Beine stellen. Gleichzeitig legt Choreograf Miguel das Projekt mehr und mehr in unsere Hände. Deutlich wird dies auch durch choreografische Einfälle von uns Schülern, die mit eingebaut werden. Alle können ihre kreative Seite einbringen. Wir perfektionierten unsere Tanzschritte und verbessern Details.
Nachdem wir nachts des Öfteren von den Tanzschritten geträumt haben, hoffen wir, dass wir den Ablauf der Schrittkombination bis zu unserem großen Auftritt nicht mehr vergessen werden. Wir freuen uns auf den Auftritt.
Verdi Requiem, Samstag, 11. September, 19.30 Uhr und Sonntag, 12. September, 18 Uhr, Kampa-Halle Minden. Karten bei "Express - Reisen / Tickets / Zeitschriften", Obermarktstraße 28-30, Telefon (05 71) 8 82 77.
stehenden Code hier ein*: