Unterhalb des Wallfahrtsteichs und der Finkenstraße verloren vor knapp einer Woche große Erdmassen jeglichen Halt und donnerten samt Gebüsch, Eisenbahnschwellen und Gartengeräten in die Tiefe - zum Teil sogar bis auf den Weserradweg und in einem Fall bis in die Weser, wie Zeugen berichten. Zwei Villen hängen furchterregend über dem Abgrund. Provisorisch verlegte Leitungen sollen weiteres Regenwasser von einer Unglücksstelle fernhalten.
"Privatsache" heißt es seitens der Stadt. "Es handelt sich um Privatgrundstücke", sagt Pressesprecherin Susann Lewerenz. Das gelte auch für die Böschung.
Am Wallfahrtsteich jedoch gibt es nach Lewerenz´ Worten in der kommenden Woche einen Ortstermin dem Bauordnungsamt der Stadt mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA), dem Kreis als unterer Landschaftsbehörde und den Städtischen Betrieben (SBM). Letzteren gehört nämlich ein Teil der abrutschten Böschung. Zudem liegt die Straßenbaulast für den Weserradweg bei SBM.
Eine wesentliche Ursache für die Erdrutsche, so Lewerenz, seien massive, nicht genehmigungspflichtige Baumrodungen auf den betroffenen Grundstücken. Dadurch verlor das Erdreich offensichtlich den Halt. Warnende Stimmen hatte es zumindest in einem Fall bereits vor Monaten gegeben.
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