Das jedenfalls hat sich die heimische SPD überlegt - beziehungsweise das hat sich die heimische SPD ergoogelt. Denn im Internet finden sich einige Beispiele von Kommunen, die das versucht haben. Willich zum Beispiel beschrieb schon 1999, wie mit der Idee die Müllgebühren gesenkt werden konnten. Der Städtetag höchstselbst allerdings warnte damals, jede Kommune müsse für ihre Verhältnisse selbst prüfen, ob die Werbung wirtschaftlich Sinn mache. Willich - eine 50 000-Einwohner-Stadt - nahm seinerzeit nach eigenen Angaben rund 40 000 Mark durch das Projekt ein.
Bochum diskutierte im Jahr 2000 ebenfalls, entschied sich damals aber dagegen. Potenzielle Werbende hätten darauf hingewiesen, dass die Behälter größtenteils in Bereichen stünden, wo Werbung wenig Sinn mache - und dankend abgewinkt.
Auch in Willich, erläuterte Horst Lehnig als Bereichsleiter der Städtischen Betriebe Minden (SBM), sei das Projekt nach einem drei viertel Jahr eingestellt worden: "Die Stadt machte das zusammen mit einer Werbeagentur - die ging dann in Konkurs."
Lehnig erläuterte, es sei eine "erhebliche Investition", die Mülltonnen zunächst werbetauglich zu machen. Rund 40 000 Tonnen haben die SBM in Minden an die Nutzer ausgegeben, 12 000 weitere Tonnen gehören der Firma Tönsmeyer. Mülltonnen nämlich sind mitnichten Eigentum derer, die sie befüllen. Auch wenn sich das für die meisten so anfühlt. "Es gab massive Proteste bei den Bürgern in Willich", berichtete Lehnig. "Einige rissen die Werbung auch einfach ab und wollten sie nicht auf "ihrer" Tonne haben."
Die SPD hingegen betonte, sie wisse "definitiv". Dass eine heimische Firma Interesse an der Werbung auf den Tonnen hätte. Kontakt zwischen dieser Firma und den SBM soll nun hergestellt werden.











































stehenden Code hier ein*: