Ein letzter prüfender Blick auf den Haken des Baukrans und schon klettert Elektriker Jan Schlensker (25) in den Stahlkorb, der wenige Sekunden später vom Drehkran über die Weser in die Höhe gezogen wird. Auf beiden Seiten in der Mitte der Weserbrücke brachten Elektriker jeweils eine Aluminiumlaterne an und verlegten Kabel.
"Das Arbeiten in der Höhe macht Spaß. Es ist besser als auf dem Boden zu arbeiten", sagt Schlensker, Elektriker im Fachbereich Straßenbeleuchtung. Sein Kollege Matthias Schakau (47) stimmt ihm zu: "Es ist wirklich etwas anderes. Aber ich muss mich immer erst an die Höhe gewöhnen."
Dafür bieten sich den beiden Elektrikern des Rintelner Elektrounternehmens viele Gelegenheiten. Kirchtürme in 80 Meter Höhe oder Flutlichter in 60 Meter Höhe sind neben den normalen Straßenlaternen in zwölf Meter Höhe keine Besonderheiten für die Beiden. Die Elektriker bringen die Laternen an der Weserbrücke in etwa 18 bis 20 Metern Höhe an. Diesmal jedoch über fließendem Gewässer. "Das ist immer wieder spannend", meint der 25-jährige Elektriker Schlensker über seinen Arbeitstag.
Die Stadt Minden finanziert dieses Bauvorhaben im Rahmen der "Verdichtung und Erweiterung der Straßenbeleuchtung". Jeweils zwei Laternen am Anfang und am Ende der Weserbrücke auf beiden Seiten wurden bereits Ende vergangenen Jahres angebracht. "Wegen der Wetterverhältnisse konnten die Elektriker die Arbeit damals nicht zu Ende führen", sagt Anne Gebauer von der Pressestelle der Stadt.
Zu Beeinträchtigungen des Fußgängerverkehrs kam es in der Zeit von 8 Uhr bis etwa 16 Uhr nicht. Passanten und Fahrradfahrer fanden noch Platz um die Brücke zu überqueren.
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