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Von der Mindener Gruppe befinden derzeit vier männliche Mitglieder im Alter von 31, 36, 40 und 47 Jahren in Haft. Ihnen arbeiteten zwei Frauen und ein Mann zu, die unter anderem Konten von sogenannten "Finanzagenten" besorgten. Dabei handelte es sich um Personen, die den Tätern gegen eine geringe Belohnung das eigene Konto zur Verfügung gestellt hatten. Nach Erkenntnissen der Polizei waren die "Finanzagenten" offenbar unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zu diesem Dienst geworben worden (Bericht im MT).
Die Hamburger Gruppe bestand aus vier bislang bekannten Mitgliedern im Alter von 29 bis 36 Jahren. Der Bruder des Mindeners befindet sich in Haft, der Rest ist wieder auf freiem Fuß.
Die Masche der Betrüger bestand darin, dass sie tatsächlich vorhandene Nutzfahrzeuge über Internetcafés auf der Verkaufsplattform "Mobile.de" anboten und Handy-Nummern oder nur eine Mailadresse angaben. Mittels gefälschter Rechnungen und Dokumente zerstreuten sie den Argwohn der Interessenten. Durch geschickte Gesprächsführung veranlassten sie dann ihre Opfer zur Überweisung des Geldes auf Konten der Finanzagenten. Dort hoben sie das Geld ab und tauchten unter.
In anderen Fällen waren die Täter so dreist, dass sie sich bei echten Händlern als Kaufinteressenten einfanden und deren Fahrzeuge anschließend selbst zum Verkauf im Internet anboten. Mit den so gewonnenen "Kunden" kamen sie erneut beim Händler vorbei, gaben sich als Vermittler aus, kassierten in bar das Geld für die Ware und verschwanden durch die Hintertür. Zurück blieben Käufer, die den Falschen ihr Geld gegeben hatten.
Nach Erkenntnissen der Polizei gingen die Täter dabei sehr konspirativ vor. Ihre Verkaufsanzeigen erstellten sie anonym in Internetcafés im Kreis Minden-Lübbecke sowie in Hannover, Hamburg und Paderborn. Ihre Mobiltelefone waren grundsätzlich mit fremden Personendaten angemeldet. Zu den Terminen fuhren sie in Wagen, die auf Besitzer angemeldet waren, von denen sie die Fahrzeuge erst noch kaufen wollten. Mit Handschuhen vermieden sie Fingerabdrücke. Zur Korrespondenz wurden Firmenlogos wie Briefköpfe verwandt, die sie nachträglich manipuliert hatten.
Video zur Pressekonferenz der Polizei unter mt-online









































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