Philipp Rösler prämiert die Kurt-Tucholsky-Gesamtschule als bundesweiten Sieger 2010 von Jugend denkt Zukunft
Solar-Lack soll es geben, der Sonnenenergie für die anschließende Nutzung speichert und Matratzen im Boden, die Bewegung in Energie umwandeln. Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler und Kai Panholzer, Geschäftsführer vom Wrigley, kürten die Jugendlichen aus Minden für diese Ideen zum bundesweiten Sieger 2010.
Unter dem Motto "Auf die Plätze, fertig, Ideen!" fiel im Berliner Olympiastadion der Startschuss für die vierte Prämierung der besten Jugend denkt Zukunft-Ideen.
Die Schüler der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule konnten mit ihren Zukunftsideen, die sie gemeinsam mit ihrem Patenunternehmen ABB entwickelt haben, überzeugen: Sie sind bundesweiten Sieger 2010 und erhielten einen Scheck in Höhe von 5000 Euro.
Kai Panholzer, Geschäftsführer von Wrigley gratulierte den Gewinnern: "Es ist toll, was für ein kreatives Potenzial die Schüler bewiesen haben. Deutschland braucht Nachwuchskräfte mit innovativen Ideen, um weiterhin wettbewerbsfähig zu sein."
Die Ideen der Mindener zu Klimaschutz und Automatisierungstechnik haben den Deutschland-Chef von Wrigley, besonders beeindruckt. Neben dem "Solar Speziallack", der auf Dächern oder Autos aufgetragen werden kann und so die Speicherung und Nutzung von Sonnenstrahlen möglich macht, erhielten die Jugendlichen den begehrten Preis für im Boden eingebaute Matratzen, die Schritte in Energie umwandeln.
Mit Magneten unter der Straße Autofahren
Und dann gab es da noch das "MagentiCar": Durch Magnete unter der Straße und unter dem Auto lassen sich Autos besonders schnell und günstig fahren und Staus umgehen. "Natürlich ist es klasse, dass wir in Berlin dabei sein durften und die Jury unsere Ideen ausgewählt hat", freut sich Sofia Emrich.
"Bei Jugend denkt Zukunft mitzumachen war eine super Erfahrung. Wir konnten endlich mal hinter die Kulissen der Unternehmen schauen und eigene Ideen entwickeln. Das hat unglaublich viel Spaß gemacht und wir haben in kurzer Zeit wirklich viel für die Zukunft gelernt."
"Jugend denkt Zukunft gab den Startschuss für weitere Projekte mit ABB", ergänzt Pierre Altewolf. "Zum Beispiel konnten wir ein solarbetriebenes Bobby Car bauen und im Rahmen des BINGO-Projektes, einer Berufsoffensive für Ingenieure in Ostwestfalen Lippe, einen Film bei ABB aufnehmen."
"Nicht mit dem Sieg gerechnet"
"Mehr Einsatz von erneuerbaren Energien und die Entwicklung neuer Speichermöglichkeiten - die aktuellen Herausforderungen für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zum Schutz des Klimas werden von den Schülerinnen und Schülern erfolgreich in ihren Ideen berücksichtigt und umgesetzt. Damit beweisen sie bei allen Innovationen ein großes Zukunftswissen, Vielseitigkeit und Kreativität", bewertete die Jury den Wettbewerbsbeitrag.
Bei seinem Rundgang durch den Ideenparcours, in dem die acht Klassen ihre Ergebnisse präsentierten, bilanzierte Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler: "Die hier gezeigten Ergebnisse sind nur mit Teamgeist, Neugier und Ausdauer möglich. Genau das sind die Eigenschaften, die unsere Gesellschaft nach vorne bringen."
Die Schüler der KTG feierten mit dem stellvertretenden Schulleiter Jörg Witteborg den Sieg bis in den späten Abend. "Damit hatten wir nicht gerechnet. Wir hatten drei tolle Projekte im Rennen und sind jetzt natürlich mächtig stolz", berichtete Witteborg inmitten der feiernden Schülerschaft.
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