Mit dem Auftauen des Eises in der vergangenen Woche kamen etliche Kadaver der Tiere zum Vorschein. Bislang ist noch nicht bekannt, ob andernorts Wasserbewohner ebenfalls der Kälte zum Opfer gefallen sind.
Mal finden sich Goldfische im Teich des Botanischen Gartens, mal sind dort größere und kleinere Exemplare anderer Arten zu sehen. Der Teich wird vom Betriebshof der Stadt nicht unterhalten. Sein Besatz unterliegt der Laune von Privatpersonen, die dort Tiere entweder einsetzen oder auch wieder entnehmen. "Hier herrscht ein Kommen und Gehen", sagt dazu Jürgen Meyer, der für die Pflege der Grünflächen der Stadt Minden zuständig ist.
Mittlerweile hat offenbar der strenge Frost der vergangenen Monate den Bestand des Teiches vollständig ausgelöscht. Tote Fische, zum Teil bis 30 Zentimeter lang, trieben in der vergangenen Woche auf der abgetauten Eisfläche und wurden zum Schmaus von Krähen und anderen Vögeln.
Jan-Nicolai Klement, Vorsitzender der Weser-Fischereigenossenschaft Minden, merkt an, dass die strengen Winter für Fische eine kritische Periode darstellten. Auch wenn Gewässer nicht bis zum Grund zufrören, drohe den Tieren Gefahr. Das Begehen der Eisflächen könne dazu führen, dass die Tiere in ihrer Winterruhe gestört und zu untypischen Verhaltensweise angeregt würden. So könnten sie an die Eisfläche geraten und dort festfrieren.
Bislang ist andernorts ein durch den Winter bedingtes Fischsterben noch nicht beobachtet worden. Auch beim Schwanenteich am Weserglacis fehlen bisher Hinweise, dass der Frost seinen Bewohner verstärkt geschadet hat.
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