Prunksitzung in Neeser Kulturhalle stimmungsgeladen / Eigene Talente bringen Saal zum Kochen
Ein dreifach kräftiges "Weserspucker-Helau": Die Karnevalisten brauchen keine "Gastspieler" auf ihrer Bühne. Sie haben reichlich Talente in ihren eigenen Reihen, die den Saal zum Kochen bringen.
Nur ein "Fremder" kam anfangs kurz zu Wort, nämlich Mindens stellvertretender Bürgermeister Harald Steinmetz. Doch auch er hatte schon am 11.11. bei der offiziellen Sessionseröffnung festgestellt, dass es bei den "Weserspuckern" närrisch zugeht und sich für seinen Auftritt ein paar gelungene Verse ausgedacht. "Von gestern früh bis spät in die Nacht, hab ich die Verse für euch gemacht. Mit Druck im Kopf, die Hose nass, so steh ich hier und ihr habt Spaß", begrüßte Steinmetz die Jecken.
Danach ging es Schlag auf Schlag. Zu den Klängen des Mindener Tambourkorps wurde die 13. Sitzung eröffnet. Elferrat, Sitzungspräsident Frank Proksch, die Tollitäten Prinz Rainer I. und Prinzessin Sabine II. sowie die Kindertollität Tabea I. nahmen am Elferratstisch Platz. Das bunte Programm konnte beginnen.
Wie in vielen Jahren zuvor machten Regina Becker und Renate Dath, besser bekannt als "Weserspucker Duo" mit ihrem Karnevalshit "Buenos Dias, ihr Narren, wir sind wieder da!", den Anfang der über dreistündigen Sitzung. Schon da hielt es keinen der rund 300 Besucher auf den Plätzen. Zu "Engel der Nacht" und "Rot rot rot sind die Rosen" wurde geschunkelt und mitgesungen.
Ohne Lampenfieber erklommen dann die Kleinsten, die Kindergarde, die Bühne der Neeser Kulturhalle. Sie ließen munter ihre Beine schwingen, schlugen Rad und tanzten, was das Zeug hielt. Bärbel Dembinsky kam als "Kaffeetante" in die Bütt und hatte schon bald die Lacher auf ihrer Seite.
Aus dem "Weserspucker-Duo" war beim nächsten Auftritt ein Trio geworden, denn Eva Stögmöller hatte sich zu Regina Becker und Renate Dath gesellt. Vom "Pferd auf dem Flur" bis "Dich gibt´s nur einmal für mich" schunkelten sie sich durchs Programm.
In den Wilden Westen entführte die Teenie-Garde, als Cowboys und Indianer tanzten sie gekonnt zu "Cotton Eye Joe" und "Spirit of Hawk". Und so ging es munter weiter: Von den "Latschos vonne Weeser", dem Auftritt von Tanzgarde und Tanzmariechen bis hin zum Damen/Herren-Ballett in wahnwitzigen Kostümen. Auch Charly Bartling als "Der Blödmann von der Weser" kitzelte das Zwerchfell der Narren im Saal.
Wie in jedem Jahr hatte sich der Besuch der "Weserspucker"-Prunksitzung gelohnt.
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