Minden gehört zu den ersten 50 ausgezeichneten Häusern in der Bundesrepublik Deutschland
Ziel dieser Zertifizierung ist es, die Diagnostik und Behandlung von Patienten mit akuten Schmerzen im Brustraum gemäß der bestehenden deutschen wie europäischen Leitlinien zu standardisieren und in die klinische Praxis umzusetzen. Häufigste Erkrankungen sind akute Durchblutungsstörung des Herzens, im schlimmsten Fall der Herzinfarkt, schwere Rhythmusstörungen, Herzbeutelentzündung, aber auch Lungenembolien sowie Einrisse der großen Körperschlagader.
Aufgrund der Struktur der Klinik für Kardiologie, Pneumologie und Intensivmedizin verfügt diese Abteilung über eine Expertise nicht nur in der Kardiologie, sondern auch der Pneumologie und der gesamten Intensivmedizin. Die Klinik gehört damit zu den ersten 50 Kliniken in Deutschland, denen dieses Zertifikat verliehen wurde.
"Wir können durchaus mit dem Standard der großen Herzzentren in Deutschland mithalten", erklärt Chefarzt PD Dr. Wolfgang Lengfelder. "Dies war nur dadurch möglich, dass sich alle Mitarbeiter im ärztlichen und nichtärztlichen Bereich mit Herzblut und Begeisterung über das übliche Maß dafür eingesetzt haben, letztlich, um den Patienten eine zeitgemäße Behandlung auf höchstem Niveau zukommen zu lassen."
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Abteilung liege schon seit Jahren in der modernen Versorgung von Patienten mit akutem Koronarsyndrom. Deshalb hätten bereits alle Voraussetzungen für die Einrichtung einer Chest Pain Unit vorgelegen, freut sich Dr. Lengfelder. Auch auf modernste radiologische Verfahren im Institut für Radiologie (konventionelle Röntgenverfahren, CT, MRT) könne in der Mindener Klinik schnell zugegriffen werden. Zusätzlich stünden auf der Medizinischen Intensivbehandlungsstation alle modernen Verfahren der künstlichen Beatmung, eine intraaortale Ballonpumpe zur Behandlung eines akuten Herzversagens sowie Kühlverfahren zur Behandlung von reanimierten Patienten zur Verfügung, so Dr. Lengfelder. Eine Besonderheit in Minden sei, dass auch die Schlaganfallstation (Stroke Unit) der Neurologischen Klinik in derselben Überwachungseinheit untergebracht sei. "Das kommt den Patienten sehr zugute, da neben Herzproblemen häufig auch Gehirnprobleme und umgekehrt bestehen", führt der Mediziner weiter aus.
Auch schwere Lungenerkrankungen können durch zum ärztlichen Klinikpersonal gehörende Lungenfachärzte optimal behandelt werden, sodass alle Patienten mit schweren Erkrankungen im Brustraum nach modernsten Gesichtspunkten versorgt werden können.
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