Veranstaltet wurde der Tag vom Hospizkreis Minden und dem Fachbereich Hospizarbeit im Paritätischen Minden-Lübbecke sowie dem Bildungsträger der Parität, Parivital.
Bei einem Fachvortag, an Informationsständen und in verschiedenen Workshops konnten sich Mitarbeiter, Ehrenamtliche und Interessierte über die Themen Medizin, Pflege und psychosoziale Aspekte der Versorgung von Palliativpatienten informieren.
Palliativpatienten sind Menschen mit Erkrankungen, die nicht mehr heilbar sind. "Meist sind es ältere Menschen, aber wir haben auch jüngere Patienten", sagte Antje Rohlfing, Fachbereichsleiterin der Paritätischen. Gemeinsam möchten die Veranstalter Netzwerke und Brücken zwischen den einzelnen Parteien im Gesundheitssystem bauen.
"Möglichst auf Augenhöhe zusammenarbeiten"
"Einzelne Arbeitsgruppen, wie Ärzte, Pflegekräfte und Ehrenamtliche sollten auf Augenhöhe zusammenarbeiten", formuliert Helmut Dörmann, Koordinator des Hospizkreises eines der Ziele der Hospizarbeit. Weiter soll der Patient im Mittelpunkt der Arbeit stehen. Seine Wünsche zu respektieren, sei grundlegend für eine gute Arbeit.
Im Grußwort von Hans-Jörg Deichholz, Sozialdezernent des Kreises wurde deutlich, dass das Thema Sterben zwei Seiten hat. "Der Tod ist einerseits allgegenwärtig in den Medien, denn kein Krimi endet ohne Tod. Andererseits ist der Tod ein ganz großes Tabuthema in unserer Gesellschaft, obwohl er fester Bestandteil des Lebens ist", erklärte er. Hospizmitarbeiter durchbrechen diese Tabus, beschäftigen sich mit dem Lebensende und begleiten Menschen auf ihrem Weg.
Auch Helmut Kaiser kennt die Probleme, Wünsche und Ängste sterbender Menschen. In seinem Vortrag berichtete er von Beispielen aus dem Klinikalltag und erklärte, was Menschen am Lebensende wirklich brauchen. Neben der Linderung von Schmerzen seien auch offene Gespräche und das Ermöglichen eigener Entscheidungen wichtig. So können auf Wunsch des Patienten Behandlungsmaßnahmen, Beerdigung oder Trauerfeier gemeinsam geplant werden, sagte der Arzt.
Jemand zum Reden zu haben, der einem Hoffnung und Sinn gibt, kann den Prozess des Sterbens erleichtern und die medizinische Therapie unterstützen. Begleitet zu sterben, ob stationär in einem Hospiz oder ambulant betreut zu Hause sowie im Altenpflegeheim, sei für Angehörige und Patienten entlastend. Die Entscheidung, alleine beim Sterben sein zu wollen, müsse aber ebenfalls respektiert werden.







































stehenden Code hier ein*: