Erster Bauabschnitt an der Salierstraße bis zum Beginn der Ferienspiele abgeschlossen
"Sicherlich wird es die ein oder andere Einschränkung geben, aber davon lassen wir uns nicht abschrecken", betont Frank Blietz, Leiter des Kreativzentrums an der Salierstraße. Auch wenn Kinder Dreck und Lärm zwar nicht gerade toll fänden, sähen sie vieles gelassener als Erwachsene, die oft geschockt seien, wenn sie ins Haus kämen, so Frank Blietz. Beim Spielen könnten Kinder jedoch vieles um sich herum vergessen. Und so treffen sich - trotz laufender Bauarbeiten - alle festen Gruppen des Jugendzentrums regelmäßig sowie die Mitglieder des Kinderzirkus Peppino Poppollo, die auch am 11. und 12. Dezember zur traditionellen Vorführung einladen. Thema in diesem Jahr, wie könnte es anders sein: Peppino Poppollo auf der Baustelle.
Während der Herbstferien vom 12. bis 23. Oktober werden dann jedoch die meisten Bauarbeiten vorübergehend ruhen. "Wir hoffen, dass bis dahin alle Elektroarbeiten abgeschlossen sind und auch die neue Heizungsanlage funktioniert", erklärt Jugendpfleger Thomas Christoph. Bislang seien jedoch alle Arbeiten im Zeitplan. Die Bauarbeiten haben gleich nach den Sommerferien, am 17. August, gestartet. Im Vorfeld hatten Mitglieder des Freizeitmitarbeiterclubs (FMC) sowie Mitarbeiter des Jugendhauses bereits rund 15 Tonnen Bauschutt und Müll in Eigenarbeit aus der Einrichtung heraus geräumt.
"Wir haben unter anderem alte Fußbodenbeläge und Wandpaneele herausgerissen sowie kleinere Mauern eingerissen", berichtet Karsten Geier, FMC-Vorsitzender. Die Eigenarbeiten sollen helfen Geld zu sparen, da die angesetzten Mittel mit insgesamt 1,430 Millionen Euro für die Fülle der Arbeiten äußerst knapp bemessen sind.
Nach den Herbstferien wird in einem zweiten Bauabschnitt dann die Gebäudehülle, sprich Dach und Fassade, vollständig saniert, erklärt Architekt Oliver Schwarze. Parallel dazu sollen die Küche sowie die überalterten sanitären Anlagen erneuert werden. Außerdem erhalten die Reinigungskräfte einen Abstellraum, sodass sie ihre Putzmittel künftig nicht mehr in der Behindertentoilette abstellen müssen.
Im Keller - wo derzeit noch alte Waschtröge zu finden sind, sollen in einem weiteren Bauabschnitt Bandübungsräume entstehen. "Dafür gibt es sehr großen Bedarf", weiß Frank Blietz. Leider können im Gegenzug dazu einige Räume im Obergeschoss, sowie die Galerie aus Gründen des Brandschutzes nicht mehr genutzt werden.
Nach den Ferienspielen im Herbst 2010 wird die alte Veranstaltungshalle abgerissen und an gleicher Stelle entsteht eine größere und schönere Halle. "Das ist dann der letzte Bauabschnitt", erklären Gretchen Harsman und Michael Graf von den Städtischen Betrieben Minden, die für Gebäudesanierung zuständig sind.
Bis Ostern 2011 sollen dann alle Arbeiten, rechtzeitig zu den großen Jubiläen - 50 Jahre Jugendhaus an der Salierstraße sowie 25 Jahre Peppino Poppollo - endgültig abgeschlossen sein. "Die Zeitfenster sind äußerst knapp bemessen, aber wir sind zuversichtlich", unterstreicht Architekt Schwarze.
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