Radiologische Gemeinschaftspraxis an der Marienstraße stellt Digitale Volumentomografie vor
Wenn ein Weisheitszahn entfernt werden muss oder Implantate in den Kiefer eingesetzt werden sollen, lassen Zahnärzte und Kieferchirurgen oft Computertomogramme anfertigen. Mit einer neuen Röntgentechnologie, der Digitalen Volumentomografie (DVT), kann die Untersuchung bis zu einer um 80 Prozent geringeren Strahlenbelastung durchgeführt werden. Außerdem ist die Aufnahmedauer kürzer als bei anderen Röntgenverfahren.
Die Radiologische Gemeinschaftspraxis an der Marienstraße bietet ab sofort Untersuchungen mit dem DVT an. Dieses dreidimensionale Röntgenverfahren lieferte exakte, hochauflösende und aussagekräftige Aufnahmen, die Ärzte bei der Diagnose und Behandlung nachhaltig unterstützen.
3D-Darstellung des Kieferbereichs
Gestern stellte die Gemeinschaftspraxis der Ärzte Beate Paersch-Summer, Franz-Ulrich Oesterreich, Michael Imort und Ulrich Schmidt die Digitale Volumentomografie vor. Die Praxis an der Marienstraße ist einer von drei Orten in Minden, an denen die neue 3D-Diagnostik durchgeführt wird. Die DVT zeigt eine genaue 3D-Darstellung der Strukturen im Kieferbereich, wie zum Beispiel der Knochen, Zähne und Nervenverläufe. Aber auch die Darstellung der Nasen-, Kiefer- und Nebenhöhlen, sowie der Knochendichte ist präzise möglich. Die 3D-Bilder können sofort am Bildschirm betrachtet werden. Der Zahnarzt bekommt die Aufnahme seines Patienten von der Radiologischen Praxis zur Auswertung auf CD.
"Das genaue Wissen um die Strukturen im Bereich des Gesichtsschädels erhöht die Planungssicherheit, zum Beispiel bei der Implantatsetzung, um ein Vielfaches", weiß Beate Paersch-Summer. Der im Kiefer verlaufende Nervenkanal darf durch die eingesetzten Implantate nicht geschädigt werden. Daher ist die genaue Darstellung des Nervenkanals zur Behandlungsplanung zusätzlich wichtig.
Erweiterung der Fachkunde nötig
Die DVT-Aufnahmen zeigen dem Arzt auch genau, wie viel Knochen für ein Implantat vorhanden ist, sodass der Zahnarzt hier genau berechnen kann, welches Implantat er verwenden muss und wo es am besten platziert wird. Weitere Anwendungsgebiete umfassen zum Beispiel die Entfernung von Weisheits- oder verlagerten Zähnen.
Mit der Bereitstellung des neuen Digitalen Volumentomografen eröffnet die Gemeinschaftspraxis an der Marienstraße allen Zahnärzten aus der Region die Möglichkeit, das neue Verfahren für ihre Diagnosen zu nutzen. "Voraussetzung hierfür ist Erweiterung der zugehörigen Fachkunde", erläutert Praxisinhaberin und Radiologin Beate Paersch-Summer.
"Interessierte Ärzte können diese Erweiterung in unserer Praxis in einer entsprechenden Fortbildung erwerben", so die Radiologin weiter. Der erste Termin am 22. August ist bereits komplett ausgebucht. Daher ist schon der nächste Termin für den 24. Oktober geplant. Auch ein weiterer Informationstag im Herbst dieses Jahres ist angedacht.
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