Mit viel Schwung beginnen die sieben Musiker ihr Konzert im Mindener BÜZ in der Reihe "Local Heroes" mit "Everybody needs Somebody" und "Soulman", die Blues Brothers lassen immer wieder grüßen. Alte Bluesnummern wie "Nobody knows you when you are down and out" stehen neben dem funkigen "Papa was a rolling Stone", dem Soul-getränkten "Mustang Sally" oder dem Southern-Rocker "Sweet Home Alabama". Titel von Eric Clapton, Bryan Adams, Pink Floyd, den Rolling Stones, Joe Cocker und anderen mehr haucht die Band neues Leben ein, kopiert sie nicht einfach, sondern gibt ihnen eigenen Charakter. Der handgemachte, von den Gitarren dominierte und von Computern freie Sound kommt an. Spürbar ist die große Spielfreude der unverkrampft wie schweißtreibend spielenden Musiker und bald springt der Funke auch auf das Publikum über, das langsam an die Bühne heranrückt, anstatt sich im hinteren Teil zu drängen. Als die Ersten beginnen zu tanzen ist aus dem Konzert das versprochene Partykonzert geworden.
Klaus Döpking verleiht jedem Song die passende Stimme, mal mit schmeichelndem und dann wieder angenehm rauem Timbre. Gitarrist Lars Prüßner sorgt mit Akkorden und Riffs für viel Drive und wird geschmackvoll ergänzt von Uwe Stahlhut, der auch mit manchem Solo begeistert, wie bei " Little Wing".
E-Bassist Carsten Fiefstück sorgt mit Gefühl für druckvolle Tieftöne und Björn Behrend am Schlagzeug meistert nuanciert jeden Groove und Rhythmus. Für die Sahnehäubchen sorgen Martin Tews, der mit seelenvollen Saxofon-Linien begeistert, und Henning Bremer mit markant fetzigem Trompetenspiel. Bis nach Mitternacht reicht der Vorrat an Songs und Spielenergie von Nine Feet Under, die mit zwei Songs von Santana und "Radar Love" das Konzert schwungvoll beenden wollen. Aber auch das verbliebene Publikum ist noch nicht müde und holt die Band für Pink Floyds "Another Brick in the Wall" und "One" von U2 noch einmal zurück auf die Bühne.