Mit einer ganzen Reihe von Einführungsvorträgen will der Wagner-Verband einen besseren Zugang zu Geschichte und Musik dieser Oper von Richard Wagner bieten. Die Vorträge finden ein Mal im Monat im Preußen-Museum statt und beginnen jeweils um 19.30 Uhr, Karten gibt es jeweils an der Abendkasse.
Einen Überblick über die ganze fünfstündige Oper in nur eineinhalb Stunden bietet der Pianist Detlev Eisinger am 13. Februar. Der gebürtige Münchner hat von 2002 bis 2008 auch jeweils die Einführungsvorträge zu sämtlichen Opern Wagners bei den Bayreuther Festspielen. "Eisinger gibt uns einen unterhaltsamen, informativen und allgemein verständlichen Überblick über das Werk", verspricht Jutta Hering-Winckler, Vorsitzende des Mindener Verbandes und Organisatorin dieser Reihe.
Am 12. März gibt es mit Thomas Manns Novelle "Tristan", einen Ausflug in die literarische Verarbeitung des historischen Stoffes. Sie wird gelesen von dem Rezitator Hans-Jürgen Schatz, der auch schon die Mindener Inszenierungen des "Fliegenden Holländer", "Tannhäuser" und "Lohengrin" mitgestaltet hatte. Dazu trägt Alexander Schmalcz Paraphrasen über "Tristan und Isolde" von Franz Liszt vor.
Über die Entstehungsgeschichte der Oper informiert die Berliner Musikwissenschaftlerin Elisabeth Boehm am 16. April. Unter dem Titel "Hochbeglückt - Schmerzentrückt" trägt am 14. Mai die Mindener Sopranistin Dorothea Winkel, von Carina Stangorra am Klavier begleitet, die "Wesendonck-Lieder" vor. In ihnen hatte Richard Wagner Gedichte der Gattin seines Züricher Mäzens, Mathilde Wesendonck, vertont. In ihnen sind zugleich schon die wichtigsten musikalischen Motive aus "Tristan und Isolde" vorweggenommen. Die Geschichte der Lieder und ihre Bedeutung für die Oper erläutert der Mindener Wagner-Kenner Peter Apel.
Den "Tristan-Akkord" und seine Folgen erläutert der Mindener Musiklehrer Martin Guth (Ratsgymnasium) am 11. Juni, und am 9. Juli schließlich setzt sich der Musikkritiker und MT-Mitarbeiter Udo Stephan Köhne mit der Interpretationsgeschichte der Oper auseinander.