Die zehn Kandidaten, die nun vor der Bühne harrten, waren von den eigenen Mitbewerbern nominiert. Mit einem Text zum Savoir-vivre (französisch für Lebenskunst) von Carlo Schmid machte Rezitator Bernd Sölch die Bühne frei. Doris Sponheimer eröffnete mit einem nachdenklichen Text über "Fette Wut". Auch ihr Mann Roger Sponheimer wagte sich in die Schlacht mit einer Liebeserklärung an seine Frau, bei der er immer ankommt, auch wenn Dieter Bohlen ihn ablehnt.
Gabi Burghardt berichtete von einer haarsträubenden Urlaubstour auf den Himalaja und Marcus Neuert beleuchtete mit poetischen Texten Provinz und Big City. Eva-Maria Barth fasste eine ereignisreiche Bahnfahrt in Reime und Helga Simon setzte sich zum dritten Mal mit Paul auseinander.
Erfahrener Slammer setzt sich durch
Vier Kandidaten wurden für die nächste Runde ausgewählt durch die Jury, die aus Georg Bäcker, Dagmar Wagenblaszt, Marion Kuhlmann-Bünning und Andreas Wulbrandt, sowie Maxi, Ingo und Anni aus dem Publikum bestand. Franzi Röchter, die mit einem Text zur Wollust punktete, wusste nun über ihrer Schwiegermutter und ihren Retterspitz zu mitreißend zu erzählen.
Rita Apel bekam viel Applaus mit einem Text für Guido Westerwelle. Weil dessen Familienname viermal den Buchstaben ,e enthält, bestand ihr Beitrag lediglich aus Wörtern mit diesem Vokal. Auch ihr humorvoller Text über "Junges Wohnen" kam gut an und sicherte ihr den dritten Platz.
Für das Finale, bei dem nun das Publikum abstimmte, blieben zwei Herren. Hermann Wischnat hatte als Neuling nicht erwartet, so weit zu kommen und bekam am Ende Probleme, noch Texte zu finden. Seine kurzen Verse mit viel Pfiff und Hintersinn zu ausgeschlafenen Jungen, Stehvermögen, Altersweisheit, Slalomstangen, Fußball oder Fleiß überraschten.
Sieger wurde mit Klaus Urban ein erfahrener Slammer. Er sammelte Punkte mit dem Text vom Reim, der sich nicht reimen lassen wollte, einem ernsten Text über "Sie", die nun pflegebedürftige große Liebe und wieder humorvoll über die Unregelmäßigkeit der deutschen Sprache. Slam-Master Peter Küstermann und Assistentin Christiane Schildhorn freuten sich, ihm unter dem anhaltenden Applaus den verdienten Pokal überreichen zu können.