Den besonderen Kick verspricht an diesem Abend, dass sich die gestandenen Schriftsteller aus der europäischen Autorenvereinigung, die den Slam überhaupt nach Minden brachte, mit dem deutschen Slam-Meister messen wollen. Doch Patrick Salmen musste kurzfristig krankheitsbedingt absagen. Zwei weitere Slammer tauchten nicht auf, dafür sprang Christian Bartsch, Schüler am Bessel-Gymnasium, kurzfristig ein. Zu der jungen Garde zählt auch Mischa Jaensch, der am Klavier den musikalischen Part gestaltet.
Drei Slammer gegen fünf Kogge-Autoren lautet damit die Ausgangslage für den von Regine Kölpin und Peter Küstermann moderierten Wettstreit. Doch das Ungleichgewicht ist nach der ersten Runde behoben, zwei Autoren aus jeder Gruppe kommen weiter. In dieser und der zweiten Runde vergeben fünf Juroren Punkte. Über den Sieger in der Finalrunde entscheidet schließlich das Publikum.
Temporeich eröffnet der Hartumer Hannes Westermann, der kürzlich die Slampionsleague OWL gewonnen hat und damit bei den Landesmeisterschaften antreten kann, mit seinem Gedicht "Ich bin viel werer als Du" den Wettkampf. Christian Bartsch setzt sich in "Mein Vater ist ein Weekend-Warrior" mit dem Generationenkonflikt auseinander und Friederike Schmidt aus Ostfriesland taucht auf dem Dachboden in Kindheitserinnerungen.
Von der Kogge führt Bernd Kebelmann in "Am Strand mit Leila" von Silicon-Beach in die digitale Welt, der Georgier Dato Barbakadse entspinnt mit "Die Verzweifelten" ein Märchen, der Düsseldorfer Horst Landau trumpft gleich mit einer Reihe kurzer Gedichte auf, während Klaus F. Schneider in der Boutiqueria die verschiedenen Größen tanzen lässt und die Österreicherin Erika Kronabitter ihr "Kleine Leute Lied" in schweizerischer und österreichischer Mundart vorträgt.
Im Finale siegt Hannes Westermann mit seinem frechen Witz über die feinsinnigen Betrachtungen Horst Landaus.