Der sympathische Andy P und seine Band Jideblaskos bringen das Publikum im Jazz Club zu Begeisterungsstürmen
Begleitet von seiner Band "Jideblaskos" stellte der Saiten-Virtuose und Sänger sein neues Album "Music & Movement" einem restlos begeisterten Publikum vor. Das erste Konzert in Deutschland wurde für die Band zur glanzvollen Premiere, der ein weit größeres Publikum zu wünschen gewesen wäre.
sympathischer Frontmann...
und Sänger. | Fotos: Rickert
Andy P heißt eigentlich Andy Pfeiler, ist in Stockholm geboren und bekam die Musik quasi in die Wiege gelegt. Von seiner Mutter, einer klassisch ausgebildeten Klavierlehrerin, und seinem Vater, Violinist beim Schwedischen Radio Symphonie Orchester. Klavier und Violine, später auch noch die Trompete, waren Instrumente, die zum Leben des jungen Musikers dazugehörten, bevor er die Gitarre für sich entdeckte - das Instrument, dem heute seine ganze Leidenschaft gilt.
Mit ihr und seiner Stimme sowie mit den fantastischen Musikern seiner Band "Jideblaskos" gelang es dem sympathischen Frontmann mühelos, das Publikum im Jazz Club Minden mit dem Funk-Virus zu infizieren.
Egal ob Pop, Jazz, Rock oder purer Funk, funkig müsse die Musik für ihn immer sein, lässt Andy P sein Publikum wissen. Eingängige Melodien und stetig groovende Rhythmen sorgen dafür, dass das abwechslungsreiche Programm immer in Bewegung bleibt.
Das Publikum ist es schon nach kurzer Zeit auch. Manches Stück wie "Some Folks" hat Ohrwurm-Charakter, manches wie "Fresh Groove" oder "Heart Attack", die von Drummer Anders Hedlund mit perfektem Rhythmusgefühl herrlich nach vorne getrieben werden, kommt mit knackigen Funk-Rhythmen daher. Stillsitzen unmöglich. Die eine oder andere Ballade zieht dazwischen immer wieder in den Bann und zeigt den Bandleader wie in "Astrids Song" als ausdrucksstarken Sänger und virtuosen Gitarristen mit viel musikalischem Feingefühl.
Ein Titel, der dieser Band nur allzu treffend gerecht wird, ist "Believer In Music", ein packender Up-Tempo-Song, bei dem der grandiose Keyboarder Petter Bergander wieder einmal eines seiner mitreißenden Soli gibt, Thobias Gabrielson den Bass mächtig grooven lässt und Sängerin Ingela Olson zeigen kann, dass in ihr weitaus mehr steckt als eine Background-Sängerin. Und der aufs Schönste charakterisiert, was Zuhörer in jedem Moment spüren: Diese Musiker leben ihre Musik voll und ganz.
Das Publikum ist begeistert und kommentiert immer wieder mit entsprechend heftigem Beifall. Eine Zugabe folgt natürlich auch. Andy P & Jideblaskos wird man sich merken müssen. Ganz prima.
Nächstes Konzert: Am Samstag, 2. April, im Jazz Club Minden zu Gast ist der fantastische Soul- und R&B-Sänger Bilal aus Philadelphia mit seiner Band.
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