Konzert und Rezitation bieten dem Publikum in St. Walburga Momente der Besinnung
Dem verantwortlichen fermata-musica-Team war es, wie es ihrer Intention entspricht, wieder gelungen, den Besuchern Entspannung und Muße durch qualitätsvolle Darbietung zu bieten.
Bernd Sölch, der ja durch vielfältige Rezitationen in unserem Raum bekannt ist, trug Auszüge aus Psalmen und viele gut ausgewählte Gedichte in gut verständlicher und getragener Weise vor. Bei dem Gedicht "Stufen" von Hermann Hesse nutzte er zum Titel eigentlich gut passend eine Stufe des Kirchraumes, so dass er allerdings weiter hinten im Kirchraum stand; doch, was bei der Querflöte nicht hinderlich war, war dem Wortvortrag durch den Hall etwas abträglich. Ganz klar dagegen waren die Worte zu verstehen, wenn er sich näher bei den erfreulich zahlreichen Besuchern befand.
Den musikalischen Teil hatten Katharina Ehlenbröker-Tönnies (Querflöte) und Christiane Pesendorfer (Klavier) übernommen. Fahndet man nach Musik für Holzblasinstrumente wird man vor allem bei Franzosen fündig. So war es kein Zufall, dass neben Johann Sebastian Bach vor allem Philippe Gaubert (1879-1941) zu hören war. Stilistisch nicht sehr verschieden, aber sehr gekonnt gesetzt, erklangen Werke dieses französischen Komponisten, farbenreich und klangschön vorgetragen.
Immer wieder erfreut der reine Flötenton der Solistin, die sehr präzise von Christiane Pesendorfer begleitet wurde. Neben der kompetenten Wiedergabe von Bachs Sonate in g-moll erklangen noch vom selben Komponisten "Saraband" und "Bourrée" für Soloflöte aus der Partita a-moll . Bei den beiden letzten Stücken wurde der Standort geändert, der Qualität des Klanges tat es in keinem Fall Abbruch.
Dieser "Novemberklang" lud zu konzentriertem Zuhören und Meditation ein.
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