Als erster Festivalact blicken die Musiker anfangs noch auf wenig Publikum, aber schon beim zweiten Titel wirken die harmonischen Klänge von der Bühne wie ein Magnet auf die musikhungrigen Zuhörer und die lassen sich nicht nur anziehen, sondern verharrten auch.
Die Musiker, die wohl die jüngsten des Festivals sind, zeigen sich sowohl im Zusammenspiel, wie auch in der Beherrschung ihrer Instrumente erstaunlich reif. Pascal Weßling steht die meiste Zeit am Mikrofon und kann dafür auch mal seine Gitarre ruhen lassen, die er ansonsten rhythmusbetont spielt. Auch Leonard Kirchhoff singt. Sein Schwerpunkt liegt aber auf abwechslungsreicher und kluger Gitarrenarbeit. Christopher Bolte ist der Junge für die tiefen Töne. Auf seinem Bass kann er nicht nur Druck machen sondern auch herrlich slappen. Am Schlagzeug sitzt mit viel Taktgefühl und Energie Johannes Schneider.
Analogues Independent Poprock mit kraftvollen und trotzdem oft filigran verwobenen Gitarrenlinien stößt bei dem stark gemischten Publikum auf offene Ohren. Während hinten ein Althippie versunken tanzt, hüpfen vorn ein paar Teenies und klatschen begeistert mit. Auch eine Familie vom Kind bis zu den Großeltern genießt den Auftritt.
Analogue singen ihre Texte für Hirn und Herz auf Deutsch, da ihnen der Inhalt wichtig ist und sie sich nur in ihrer Muttersprache richtig ausdrücken können. Die Songs schreiben sie fast ausschließlich selbst. Neben den von ihnen bekannten Titeln wie "Zwischen Liebe und Leid", "Illusionen" oder "Alte Zeiten", denen sie inzwischen neue Arrangements verpasst haben, spielen sie auch neue Titel. Mit Songs wie "Wenn der Vorhang fällt", "Lass uns tanzen", oder "Ich wünsche uns viel Glück" bleiben sie der eigenen Linie treu.
Am Ende dürfen sie noch eine Zugabe spielen, und als sie ihre Instrumente von der Bühne geräumt haben, zeigen sie sich zufrieden mit ihrem Auftritt und der positiven Reaktion des Publikums, das sich bis zum Ende immer noch vergrößerte. Als einzige Band brauchten sie zudem nicht in Konkurrenz zur anderen Bühne spielen, da die Veltheimer Dezibel Devils erst nach ihnen auf der Weserbühne starten.
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