WarumLila?, Er France und Bad Nenndorf Boys sorgen für ausgezeichnete Rock-Stimmung und beste Partylaune
WarumLila? aus Minden hatte die schwierige Aufgabe als erste Band vor das Publikum zu treten und schaffte es schon mit den ersten Songs das Publikum nah an den Bühnerand zu holen und zum Tanzen zu bringen. Ihr deutscher Poprock mit klugen Texten kam nicht nur bei den jungen Hörern an, sondern fand auch bei gestandenen Rockveteranen breite Anerkennung.
Anton Kiskers fette Gitarrenriffs und Tim Hilgenbergs Keyboard-Linien ergänzten sich ebenso geschmackvoll wie die treibenden Drumbeats von Frido Kisker und die fetten Bassgrooves vom Micha Hilgenberg und boten Vitalli Peters die beste Grundlage für seinen charismatischen Gesang. Da war natürlich auch noch eine Zugabe drin.
Die nächste Band Er France hatte den Weg von Düsseldorf an die Weser auf sich genommen, um auch hier Fans für ihren Stil zu finden. Auf Saiteninstrumenten (Gitarre und Bass) aus den 60er Jahren präsentierten sie Songs, die ihre Wurzeln aber auch in den 80ern haben.
Indie, Euro-Pop und New Wave paarten sich hier mit den manchmal etwas punkigen Gitarren-Einwürfen von Andre Tebbe, der auch mal ein längeres Solo spielte oder gemeinsam mit Isabelle Frommer sang. Die Sängerin aus Lyon sang meist englisch aber auch französisch und bewegte sich tonal auf etwas begrenztem Areal, was den Stil prägte, aber nicht auf ungeteilte Gegenliebe stieß. Am Bass sorgte Daniel Decker und an den Drums Janosch Brenneisen für den nötigen Antrieb. Auch Er France wurde kräftig beklatscht und um Zugabe gebeten. Mit der letzten Band, den Bad Nenndorf Boys war Party angesagt und auch die Punks versammelten sich zum Pogo vor der Bühne.
Die Herren aus dem Kurort mit A2-Anschluss traten diesmal als Sixpack mit nur mit zwei Bläsern (Niels Riemer, Trompete und Eike Preuß, Posaune) auf. In durchnummerierten schwarz-gelben Jogging-Anzügen heizten sie dem Publikum und sich selbst mit ihrer Mixtur aus Ska und Funpunk ordentlich ein, dass obenrum bald nur noch Feinripp angesagt war.
Sänger Dennis Koller war auch für die humorvollen Ansagen zu den deutschsprachigen Titeln zuständig. Gitarrist Georg Kovacs, Bassist Lukas Aguirre und Schlagzeuger Hauke Huchzermeyer sorgten zudem für Harmonie und Rhythmus.
Bei bester Partylaune der Musiker und des Publikums und mit zufriedenen Veranstaltern endete ein abwechslungsreicher Abend, an dem auch das Wetter mitspielte.
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