Dass Marcus Johnson seine eigene Band für sein einziges Konzert in Europa zu Hause gelassen hatte und sich stattdessen kurzfristig entschieden hatte, auf drei deutsche Begleitmusiker zurückzugreifen, störte selbst seine vielen von weit her angereisten Fans überhaupt nicht. Gitarrist Stefan Machalitzky, Bassist Edward Maclean und Drummer Felix Lehrmann aus Berlin bereiteten dem Tasten-Wizard Johnson einen so perfekt groovenden, nach vorne treibenden Sound, dass sogar der Star des Abends selbst manches Mal in begeisterte Verzückung geriet.
Nächstes Konzert:
Am Samstag, 30. Januar, ist das John Marshall-Ferdinand Povel Quintett im Jazz Club Minden zu Gast. Der Lead-Trompeter der WDR Bigband, John Marshall, sein Partner am Saxofon, Ferdinand Povel, und ihre Band servieren Bebop vom Feinsten.
Mehr Infos beim Jazz Club Minden e.V.
Besonders der 25-jährige Groovemeister an den Drums, ließ nicht nur das Publikum, sondern auch Marcus Johnson in Beifall ausbrechen, nachdem er sich mit ihm spontan einen feurigen Schlagabtausch geliefert hatte.
Wie Johnson und Lehrmann immer wieder aus ein paar Akkorden vielsagende Zwiegespräche entwickeln, wie Edward Maclean seine coolen Bass-Grooves dazwischenfeuert und Stefan Machalitzky mit seiner Gitarre perfekt passende Sounds einwirft, fasziniert um so mehr, als sich die vier Musiker gerade einmal fünf Stunden vor Konzertbeginn zu einer ersten kurzen Probe getroffen haben.
Ein ganz besonderes Erlebnis aber ist der äußerst sympathische, vor Leidenschaft und Temperament strotzende Marcus Johnson an den Keyboards, wie er sich mit seinem herrlich zupackenden Anschlag und ganzem Körpereinsatz durch stürmische R & B-Patterns, rhythmische Funk-Grooves und eingängige Melodien voller Soul bewegt und dabei mit spannenden kreativen Ideen, sensationellem Können und unbändiger Spielfreude reihenweise Momente erzeugt, die atemlos machen.
Begeisterte Zwischenrufe und immer wieder aufbrandende Beifallsstürme entladen sich beim überwältigten Publikum am Ende in Zugaben forderndem Jubel, der nicht ungehört bleibt. Marcus Johnson ist gerührt, die Zuhörer glücklich und der Jazz Club Minden um ein einzigartiges Konzert reicher. Das war grandios.
stehenden Code hier ein*: