Heimatverein Südhemmern gibt historischen Kalender für 2013 heraus / Erstmals Verkauf am Sonntag
Erhältlich ist er erstmals zum Preis von 16 Euro am kommenden Sonntag beim Mahl- und Backtag an der Windmühle Südhemmern sowie bei Ortsheimatpfleger Hermann Peithmann, Im Dorf 10. Viele der Fotos in dem Kalender stammen aus dem Familienarchiv Peithmann.
Der Heimatverein möchte mit dem Fotokalender nicht nur Dorfgeschichte dokumentieren und sie allen Einwohnern auf einfache Weise zugänglich machen, sondern verfolgt auch noch ein anderes Ziel. "Viele Erinnerungen, Zahlen und Fakten gehen verloren, weil Alt und Jung nicht miteinander über die Vergangenheit ins Gespräch kommen. Dieser Kalender ist eine Gelegenheit für Großeltern und Urgroßeltern, ihren Enkeln von früher zu erzählen und ihr Wissen weiterzugeben", hofft der Ortsheimatpfleger auf generationenübergreifende Kommunikation.
Er selbst kann zu jedem Foto eine Geschichte erzählen. Beispielsweise über die Getreideernte, die durch den Einsatz von Maschinen wie der Handablage und der mit Strom angetriebenen Dreschanlage für die Menschen einfacher wurde.
Friedrich Mertens, zu sehen auf dem März-Kalenderblatt, war nicht nur Gemeindediener, der durch die Straßen zog, laut klingelte und Bekanntmachungen verlas, sondern auch Barbier und Feldhüter. Und Schneidermeister Christian Ehrich zog mit seiner Anker-Nähmaschine von Haus zu Haus, um Kleidung auszubessern.
Interessant auch zu wissen, dass es in Südhemmern einst Ernstings Fabrik gab, wo Sauerkraut und später "Rübenzapp" produziert wurden; sie stand nahe dem Schloss, das noch heute existiert.
Weitere Fotos in dem Kalender zeigen Heuerlingshäuser, Familien- und Gruppenfotos sowie Straßenzüge.