"Stunde der Gartenvögel": Nabu bittet um Zählung / Haben sich Amselbestände wieder erholt?
Dann sind alle Naturfreunde aufgerufen, eine Stunde lang Vögel im Garten, im Park oder vom Balkon aus zu beobachten, zu zählen und dem Nabu zur Auswertung zu melden.
Die "Stunde der Gartenvögel" findet in diesem Jahr bereits zum achten Mal statt. Der NABU gewinnt damit wichtige Daten zur Entwicklung der Vogelbestände und lädt zugleich dazu ein, das Naturspektakel vor der Haustür bewusst zu erleben.
Nach dem Prinzip der "Forschung für jedermann" gilt: Je mehr Menschen ihre Beobachtungen zusammentragen, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse.
"Bei der Stunde der Gartenvögel 2011 haben mehr als 5500 Vogelfreunde über 117000 Vogelbeobachtungen gemeldet. So viele Vogelbeobachter und gemeldete Vögel zur Stunde der Gartenvögel gab es noch nie in Nordrhein-Westfalen", sagt Bernd Jellinghaus, Sprecher des Landesfachausschusses für Ornithologie und Vogelschutz im NABU Nordrhein-Westfalen. Bundesweit hatten im letzten Jahr rund 44.000 Teilnehmer fast eine Million Vögel gemeldet.
Vogelkundler erwarten von den so zusammengetragenen Daten wichtige Hinweise zur Situation der Vogelwelt in Städten und Dörfern und möchten darauf sinnvolle und notwendige Schutzstrategien aufbauen. Wie geht es beispielsweise in diesem Jahr der Amsel? Lassen sich auch bei der Frühjahrsbeobachtung noch die Auswirkung des für die Amsel schwierigen Jahres 2011 feststellen? Hält der negative Trend bei Buchfink, Heckenbraunelle und Zaunkönig weiter an? Und in welchen Gärten kommt der "Vogel des Jahres 2012" - die Dohle - vor? Antworten auf diese Fragen kann die Stunde der Gartenvögel geben.
Und so wird es gemacht: Von einem ruhigen Plätzchen aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die man im Laufe einer Stunde gleichzeitig beobachten kann.
Die Beobachtungen können per Telefon (kostenlose Rufnummer am 12. und 13. Mai jeweils von 10 bis 18 Uhr 0800 / 1157-115) oder einfach per Internet unter
www.stunde-der-gartenvoegel.de gemeldet werden.
Unmittelbar nach der Eingabe werden die Daten auf interaktiven Karten online dargestellt. Auch die Ergebnisse der Vorjahre sind so abrufbar.
Den Teilnehmern winken auch in diesem Jahr zahlreiche attraktive Preise wie eine vogelkundliche Reise, Büchergutscheine, Nistkästen oder Vogelstimmen-CDs. Meldeschluss ist der 21. Mai.
Das sind die Gärten, um die jeder Vogel einen Bogen fliegt und die Pflanzen, wenn sie könnten, weglaufen würden. Stattdessen gehen sie dann ein statt aus ;-))