Soll der Fahrstuhl im Eingangsbereich oder an der Südseite stehen? / Endlich Barrierefreiheit im Rathaus erreichen
Die Verwaltung hatte das mehr als 50 Jahre alte Rathaus untersuchen lassen. Daraus wurde eine Liste mit Mängeln erstellt, die in mehreren Bauabschnitten behoben werden sollen. Im ersten Bauabschnitt müssten 460000 Euro aufgewendet werden, so Verwaltungsmitarbeiter Bernd Küchhold.
Dieses Geld soll für den Einbau eines Fahrstuhls im Eingangsbereich, die damit einhergehende Umgestaltung der Treppe sowie weitere Sanierungsarbeiten ausgegeben werden. Priorität hätten hier zum einen die Dachsanierung als auch die Entfeuchtung des Kellers. Für den alleinigen Einbau des Fahrstuhls ohne die flankierenden Maßnahmen gebe es noch keine konkrete Summe, doch eines sei sicher: 150000 Euro reichen nicht aus, so Küchhold.
Seit 1993 sei das Thema Aufzug aktuell. "Wir wollen doch alle, dass endlich Barrierefreiheit hergestellt wird", sagte Willi Rohlfing (SPD). Er wünschte die Planung und anschließende Vorstellung von der Verwaltung. Er sehe den Aufzug allerdings eher an der Südseite, sodass auch der Keller erreicht werden könne. In diesem Jahr werde man nicht mehr dazu kommen, meinte er. Das sahen die weiteren Fraktionen ganz anders.
Kurt Riechmann etwa hatte "die Faxen dicke". "Der Aufzug soll in diesem Jahr kommen." Eine Nutzung des Aufzugs bis in den Keller sei zu teuer. Auch Liane Spilker (CDU), Ludwig Volkmann (FDP) und Günter Hagedorn (SPD) möchten den Einbau des Fahrstuhls nicht mehr aufschieben. "Wir müssen nach vorne kommen", sagte Liane Spilker.
Und: So schwierig könne das doch nicht sein. Dem widersprach Bernd Küchhold, er wies auf die "nicht einfachen architektonischen Gegebenheiten im Rathaus" hin. Außerdem gab er zu bedenken, ob ein Einbau des Aufzugs an der Südseite wirklich praktisch sei.
Marie-Luise Schulder (Grüne) brachte die Raumsituation im Rathaus insgesamt ins Gespräch. Hier fehle es für die Mitarbeiter an allen Enden. Dazu machte Liane Spilker den Vorschlag, dass der Sitzungsraum auch als Arbeitsplatz genutzt werden könne. "Wir müssen hier nicht tagen."
Schließlich einigten sich die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses darauf, die Thematik zu vertagen.