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14.04.2012
Zuschuss für Fortbestand des Bürgerbusses
Fraktionen bewilligen 14.000 Euro / Gemeinde will 38.000 Euro für Sanierung der Holzhauser Sporthalle ausgeben
VON CLAUDIA HYNA

Hille-Hartum (mt). Der Bürgerbus soll mit 14.000 Euro bezuschusst werden. Das beschlossen die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses in ihrer Sitzung.

CDU und FWG hatten eine Deckelung des Zuschusses gefordert. Die Christdemokraten hielten den Ansatz von 11.000 für zu hoch, sie wollten den Zuschuss laut eines vorherigen Ratsbeschlusses in Höhe von 5.000 Euro einstellen. "Eine Deckelung ist nötig, es müssen ja nicht 5.000 Euro sein", sagte CDU-Fraktionsvorsitzende Liane Spilker.

Die seien bei der Einführung des Bürgerbusses geplant gewesen, als noch keine Zahlen vorlagen, gab Bürgermeister Michael Schweiß zu bedenken. Überhaupt setzte sich das Gemeindeoberhaupt an diesem Abend stark für den Erhalt des seit August 2010 rollenden Bullis ein. "Der Bürgerbus ist günstig für den ländlichen Raum, vor allem, wenn man die Preise der Busunternehmen betrachtet", sagte er.

Verwaltungsmitarbeiter Bernd Küchhold erklärte den Bürgerbus in Zahlen: 2011 gab es Erträge von 4.400 Euro, dem standen gegenüber: Benzinkosten von 9.000 Euro, Reparaturkosten von 4.000 und Versicherungsbeiträge von 1.200 Euro sowie Kosten für einen Ersatz von 1.600 Euro. Die Zuschusssumme von 5.000 Euro sei daher utoptisch. Seine Einschätzung: Wenn wir das Angebot herunterfahren, geht die Akzeptanz flöten.


Im Februar wurde die Zahl der Haltestellen auf 55 erhöht, die Fahrgastzahlen liegen bei 240 im Monat. Alle Fraktionen waren sich einig, dass der Bus gut ankomme. Eine Einschränkung mache ihn daher weniger attraktiv. Ludwig Volkmann (FDP) meinte sogar, eine Deckelung des Zuschussbedarfs sei nicht möglich, wenn der Bus erhalten werden soll. Schließlich einigten sich die Politiker auf einen Zuschuss von 14.000 Euro, den die Verwaltung neu berechnet hatte.

Hatten sich die Ausschussmitglieder entschlossen, beim Bürgerbus nicht zu sparen, so sahen sie bei der Renovierung der Sporthalle Holzhausen Einsparpotenzial. Die Verwaltung sieht nach den vorhergehenden Beratungen im Bauausschuss im Haushalt 177.000 Euro für die Sanierung vor, das wollte die CDU so nicht hinnehmen. Das Geld soll für die Sanierung des Dachs (115.000 Euro) und die Lüftung der Duschkabinen und Umkleiden (61.000 Euro) genutzt werden. Blitzschutz und Bodenverbesserung habe man schon aus dem Maßnahmenkatalog herausgenommen, sagte Bürgermeister Michael Schweiß.

Das Dach soll nur bei Bedarf saniert werden, meinte Liane Spilker (CDU). Dem schloss sich Fraktionskollege Fabry an. "Ich habe beim Ortstermin keinen Wasserfleck gesehen", sagte er. Wenn das Dach jedoch wirklich undicht sei, müsse es saniert werden. Werde es ohne Not saniert, müsse wohl Geld in Hülle und Fülle da sein, so Fabry.

Eine neue Belüftung sei dringend nötig, waren sich alle Fraktionen einig. "Wir wollen schließlich die Halle erhalten." Zur Dichtheit des Daches gab es unterschiedliche Aussagen. Das Dach sei undicht, hätte die Begehung des Bauausschusses gezeigt, sagte Willi Rohlfing. "Das ist vordringlich." Auch Bernd Küchhold von der Verwaltung bestätigte den Bedarf, das Dach zu sanieren. Es wurde entschieden, dass ein Betrag in Höhe von 38000 Euro im Jahr 2012 zur Verfügung gestellt wird - das ist vordringlich für die Sanierung der Lüftung.

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Copyright © Mindener Tageblatt 2013
Dokument erstellt am 13.04.2012 um 23:29:37 Uhr

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Kommentare
@Ein Zufriedener
Sicherlich. Alles Schüler, die nichts zahlen... Die eigentliche Zielgruppe wurde, wird und wird nie erreicht werden. Daher - verschwendetes Geld.

@Der Dude
Tja. Die Roten Wahlkampfplakate versprechen ja noch weitere Schulden, gerade in diesen steuer- und sozialversicherungstechnisch guten Zeiten... Wird aber ein Roter nie kapieren, da sein Horizont höchsten am Bauchende endet...

@Geiserich
Stimme Ihnen da voll zu - schwaches Bild. Alle wissen, dass der Bürgerbus sinnlos und reinste Geldverschwendung ist, aber keine hat Mut und Rückgrat in Hille.

@ Min Den Er
Sorry, der Bürgerbus fährt weder Samstags noch Sonntags. Der Bürgerbus ist optimal auf Schulbusverkehr abgestimmt, damit er nicht total leer fahren muss..

Erträge von 4400 Euro - sind wohl auch die Spenden und Mitgliedsbeiträge drin. Fahrkarten eventuell vielleicht 2000 Euro, d.h. 1000 verkaufte Fahrkarten, das sind ca. 20 pro Woche, 4 pro Tag, 0,5 pro Runde, ca 0,01 pro Haltestellte.
*Ironie an* (verstehen sonst ja viele nicht) Der Bürgerbus ist ein totaler Erfolg!!! Thumbs Up!!! *Ironie aus*

Tja, da haben es die Hiller doch gut. Wer in Häverstädt wohnt ist ab Samstag dem frühen Nachmittag von der Außenwelt abgeschnitten. Hier fährt überhaupt nichts.

Es ist wohl zu viel verlangt das der Dützener Bus wenigstens Sonntags mal über Häverstädt, Böhlhorst fährt.

Es muss ja weiß Gott nicht im Stundentakt sein, aber Morgens, Mittags und zum Abend hin nochmal wäre verdammt nicht schlecht.

@ Ein Zufriedener:

So kann man sich selbst die desaströsensten Zahlen noch schön rechnen. Bitte weiter mach - nach uns die Sintflut!!!

Sehr schwach von der CDU, dass sie so etwas mitträgt. Auf den aktuellen Wahlplakaten steht "Politik aus den Augen unserer Kinder". Da finde ich es erschreckend, dass sich die CDU einigt - wo es nichts zu einigen gilt. Wie das Geld für den Bürgerbus verschleudert wird ist absolut untragbar. Ab es scheint wohl keine Alternative zu der komischen Politik des Bürgermeisters in Hille zu geben

Da hat Herr Küchhold in seine - ohnehin schon desaströsen Rechnung - wohl etwas vergessen, nämlich die Abschreibung für den Bürgerbus. Oder gibt es den Bürgerbus etwa umsonst - ach ja, den spendiert ja das Land NRW - oder sonst wer.

Die Rechnung sieht in wirklichkeit so aus: Jede Karte im Bürgerbus kostet € 2,00. Bei 2.000 Fahrgästen im Jahr und € 14.000,00 Kosten für die Gemeinde im Jahr kostet eine Fahrt in Wirklichkeit schon einmal € 9,00. Rechnet man die jährliche Abschreibung von € 10.000,00 hinzu, dann entstehen weitere Kosten von € 5 pro Fahrgast (€ 10.000,00 : 2.000). Somit kostet jede Fahrt im Bürgerbus in Wirklichkeit € 14,00 bzw. einen Verlust bzw. Zuschuss von € 12,00 pro Fahrgast.

Dies ist Wahnsinn, weil dies mit Schulden finanziert wird und unsere Kinder für diesen Wahn die Zeche zahlen müssen.

Damit wären wir beim Bürgermeister. Er und seine rote Truppen wissen das ganz genau und fordern trotzdem dass noch weiter Geld in das Fass ohne Boder reingepumpt wird. Bei dem Ergebnis wäre es vermutlich billiger, jeden potentiellen Fahrgast lieber eine Taxikarte zu spendieren. Damit würden übrigens Arbeitsplätze in der Taxibranche gesichert, die dort ihre Mitarbeiter bezahlen müssen.



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