In Hille wird für die Notfall-Karte jetzt mächtig die Werbetrommel gerührt. Der im September 2010 gegründete Seniorenbeirat hat sie ins Leben gerufen und im Müllerhaus ausführlich vorgestellt. "Man sollte die Karte immer bei sich tragen", sagt Dirk Scheper-Stuke. Er ist praktischer Arzt und weiß, wie wichtig schnelle Informationen im Fall der Ersten Hilfe sein können. "Oft zählt dann jede Sekunde."
Die Notfall-Karte ist etwas größer als eine Scheckkarte. Sie ist faltbar und hat acht Seiten. Zu nennen sind Name, Geburtsdatum, Alter, Wohnort, Vorerkrankungen, Krankenkasse, einzunehmende Medikamente oder die Personen, die benachrichtigt werden müssen.
Die Angaben gehen häufig sehr in die Privatsphäre, allerdings: Scheper-Stuke macht seinen rund 70 Zuhörern (darunter zahlreiche Mitglieder der Seniorenbeiräte Hüllhorst und Porta, Hiller Ratsmitglieder und Bürgermeister Michael Schweiß) deutlich, dass unbedingt alle Angaben zu nennen sind. Nur so sei gewährleistet, dass im Notfall die richtigen Schritte eingeleitet werden. "Oder es zu keinen Fehldiagnosen kommen kann."
Eine wesentliche Rolle spiele auch, ob eine Patientenverfügung oder ein Organspenderausweis vorliegen. Zu nennen sind auch "Besonderheiten" wie das Tragen eines Herzschrittmachers, Allergien, Unverträglichkeiten oder eine HIV-Infektion. "Die Telefonnummer und der Name des Hausarztes haben sogar eine enorme Bedeutung", sagt der Mediziner. Denn dieser stelle das Bindeglied zwischen Patient und Notarzt dar. Scheper-Stuke empfiehlt, die Notfall-Karte immer bei sich zu tragen. "Am besten im Portemonnaie", sagt er. Dort werde sie am schnellsten gefunden.
Inhaltlich stimmt die Notfall-Karte mit dem Hüllhorster Pendant überein. Lediglich das Deckblatt und die letzte Seite haben einen Hiller Bezug. Seniorenbeirats-Vorsitzender Siegfried Paasche und seinen Mitstreitern ist es wichtig herauszustellen, dass sich die Notfall-Karte an Menschen jeden Alters richtet.
Überhaupt sieht der 72-Jährige die Arbeit des Beirats nicht allein auf die Älteren begrenzt. "Wir werden schließlich alle älter", sagt er - und deshalb packe man in Zukunft auch immer junge Themen wie "altersgerechtes Wohnen", Mobilität oder Altersarmut an.
Erhältlich ist die Notfall-Karte bei der Gemeinde sowie in Apotheken und Arztpraxen. Informationen gibt Siegfried Paasche, der unter Telefon (05734) 7136 erreichbar ist.
Warum?
Als Antwort auf eine einfache Frage zum Text eine Gegenfrage, viel Wiederholung des eigenen Standpunktes mit anderen Worten, aber keine Beantwortung der Frage... kommt mir sehr bekannt vor.
Alleine Ihr erster Satz "Ist oftmals doch üblich, sich möglichst oft usw." ist eigentlich für mich schon Antwort genug.
Da ist die Stereotype die mir nicht passt, Knüppel raus und rauf.
Nur kurz zum Verständnis: Weder gehöre ich mit meinen 29 Lenzen zur Gruppe der Senioren noch dem politischen Lager des Bürgermeisters an.
Mir fällt halt nur auf, das in letzter Zeit der BM scheinbar der Buhmann ist, der bei jedem Artikel über die Gemeinde Hille ausm Sack geholt wird; ein bisschen wird drauf rumgedroschen und dann wieder zurück in den Schrank mit ihm (dem Sack). Lösungsansätze, Alternativen oder schlicht und ergreifend eingestehen, dass es im Moment vielleicht keine andere Option gibt/gab scheinen hier nicht möglich zu sein.
Zurück zu meiner Frage:
WO im Text steht, dass der BM etwas mit der Karte zu tun hat, außer dass er bei der Vorstellung im Publikum gesessen hat?
Bin mal gespannt auf die Antwort...