Wilhelm Schumacher engagiert sich für Bienen / Ausflüge, Lehrgänge und Vorträge eingeführt
Sein Nachfolger Dirk Tiemann ist bereits in sein Amt eingeführt worden (das MT berichtete). Die Bienen bestimmen jedoch weiterhin einen großen Teil des Lebens von Wilhelm Schumacher. Ein Leben ohne sie kann sich der Eickhorster nicht vorstellen. 1965 bekam er die ersten Bienen, momentan hat er etwa 20 Völker in den Stöcken in seinem Garten. Sie produzieren vorwiegend Früh- und Sommertrachthonig. "Imker sind aktive Naturschützer", erklärt der 71-Jährige überzeugt.
Doch es sind noch mehr Tiere, die sich auf dem Gelände am Gänsebrink tummeln. Früher waren es mal Schweine, heute werden Pommerngänse und Hühner gezüchtet. Auch Wein wird angebaut und in Flaschen abgefüllt.
Als Bienensachverständiger und Zuchtobmann wird Schumacher weiter tätig sein. Auch die Königinnenbegattung auf Juist wird er weiter begleiten. Aber die Verantwortung für all das möchte er abgeben. Ein Grund für seinen Rücktritt sei auch die zunehmende Kommunikation per Computer. Zwar besitze er einen Computer, doch der Umgang damit ist nicht seine Sache.
"Ich arbeite lieber praktisch orientiert", sagt er. Die Bilanz seiner Vorstandsarbeit fällt positiv auf. Schumacher hat einige Neuerungen eingeführt, so etwa die Ausflüge, die auch nach Celle, Jena, Weimar, Lauterberg, Frankfurt und Mayen führten. "Die habe ich selber ausgearbeitet." Und das war in jedem Fall zeitintensiv.
Auch Schulungen für Neu-Imker und Honiglehrgänge hat Schumacher nach Minden und Umgebung geholt. Früher mussten die Bewerber dafür weite Fahrten auf sich nehmen. Auch hat er jedes Jahr einen Fachvortrag nach Minden geholt, in diesem Jahr findet er am 14. April um 15 Uhr in der Biologischen Station Minden-Lübbecke zum Thema "Betriebsweise unter der besonderen Berücksichtigung der Varroose" statt. Nicht geschafft habe er es, die Vereine aus Minden und Lübbecke zusammenzulegen. Das war eines seiner Anliegen.
Als Wilhelm Schumacher vor 15 Jahren den Vorsitz übernahm, zählte der Verein 280 Imker. Dann ging die Zahl auf 220 zurück, mittlerweile liegt sie bei 232 Mitgliedern. Und diese schneiden bei der Honigbewertung regelmäßig gut ab. Gute Kontakte habe er in der Zeit zu den Imkern geknüpft, berichtet der Eickhorster. Die Versammlungen habe man gemütlich auf dem Flur bei Schumachers abgehalten.
Zurzeit wartet der Imker auf besseres Wetter, denn bei Temperaturen unter acht Grad bewegen sich die Bienen nicht. Sobald sie mehr als 10 bis 12 Grad Celsius haben, schwärmen sie wieder aus.